Vortrag mit Musik im Horváth-Zentrum Familie-Jürges-Weg 1, 64546 Mörfelden-Walldorf
Samstag, den 21. Oktober 2023 um 17.00 Uhr
Eine Spurensuche — präsentiert von Frau Friederike Fechner, von ihr selbst auf dem Cello und von Jens-Uwe Popp auf der Gitarre mit passender Musik begleitet.
Es geht an diesem Tage um die Recherche zur Geschichte eines jüdischen Hauses in Stralsund, die kleinteilige Suche in verschiedenen Ländern, Spuren der Verfolgung und Ermordung und schließlich auch der Zusammenführung vieler Familienmitglieder, die bis dahin nichts voneinander wussten.
Im Anschluss an diese Präsentation werden Fragen zur Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in Ost und West thematisiert und natürlich auch die Lage des Antisemitismus heute. Welche Möglichkeiten haben wir, heute einem zunehmend rechten Gedankengut entgegen zu wirken?
.
Die Veranstaltung wird von dem Bundesprogramm “Demokratie leben” gefördert. Der lokale Partner dieses Programmes ist die Stadt Mörfelden-Walldorf.
““Unmenschlichkeit mit Menschlichkeit begegnen.”
Foto: Tanja Valérien
Lesung und Gespräch mit 110 Schüler*innen aus drei Schulen der Region:
Freitag, 30. Juni 2023, 9:30–11:00
Stadtverordnetensitzungssaal im Rathaus Walldorf, Flughafenstraße 37, 64546 Mörfelden-Walldorf
Unser Gast:
Florence Brokowski-Shekete, erste schwarze Schulamtsdirektorin in Deutschland
Frau Shekete-Borowski, erste schwarze Schulamtsdirektorin in Deutschland, ist zum Gespräch, Diskussion und Lesung ihrer beiden Bücher eingeladen: „Mist, die versteht mich ja! Aus dem Leben einer Schwarzen Deutschen“ (2020) und „Raus aus den Schubladen! Meine Gespräche mit Schwarzen Deutschen“ (2022).
Oberstufenschüler*innen aus drei verschiedenen Schulen haben sich im Vorhinein auf die Thematik vorbereitet, haben jeweils Auszüge aus ihren Büchern gelesen, daraus Fragen entwickelt und dies in eine Beziehung gesetzt zu eigenen Erfahrungen und/oder Beobachtungen zum Thema „Alltagsrassismus heute“.
Das Projekt soll Schüler*innen ermutigen über eigene Diskriminierungserfahrungen zu sprechen, erfahrene Diskriminierung nicht mehr als eigene Minderwertigkeit wahrzunehmen, sondern als Ausdruck des Bewusstseins der Diskriminierenden, die den Grundsätzen unserer Verfassung widerspricht:
„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. …“ (Art 3, Abs. 3, GG)
In diesem Sinne kann vielleicht die sehr stark und selbstbewusst auftretende Florence Shekete-Borowski ein positives Vorbild, Mutmacherin und Anregung für die Schüler*innen sein.
Dies ist ein gemeinsames Projekt der Margit-Horváth-Stiftung in Kooperation mit der Ricarda-Huch-Schule Dreieich, der Dreieich-Schule Langen und der Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden-Walldorf.
Da sich bereits über 100 Schüler*innen für die Veranstaltung angemeldet haben, können leider nur noch einzelne Erwachsene zusätzlich daran teilnehmen. Wir freuen uns, wenn Sie diese Gelegenheit wahrnehmen, bitte aber dringend um Anmeldung unter: info@margit-horvath.de oder: 06105/406.33.77
1,2 Millionen Essen verteilten die „StreetAngel“ an Obdachlose in den letzten zehn Jahren.
„Wir helfen, wo andere wegschauen,“ so lautet das Motto der „StreetAngel.“
Podiumsgespräch: 22. Juni 2023, 19 Uhr
mit Sabi Uskhi und seinem Mitarbeiter Vasilios Tsarouchas(ehem. Obdachloser)imHorváth-Zentrum — Moderation: Ulrike Holler
Jeden Sonntag 16 Uhr verteilen Ehrenamtliche von „StreetAngel“ gutes warmes Essen im Frankfurter Bahnhofviertel an Obdachlose. Warteschlangen bilden sich schon lange, bevor der LKW von „StreetAngel“ kommt.
Im Frankfurter Bahnhofsviertel — Ecke Mosel– und Niddastraße — stehen sie jeden Sonntag um 16 Uhr.
Das Essen wird reihum von verschiedenen renommierten Frankfurter Gaststätten gekocht und kostenlos zur Verfügung gestellt. Zudem gibt es Brot, Obst, Salat, Snacks, Hygieneartikel, Tee, Kaffee, Wasser und Kosmetikartikel. Auch das ist alles gespendet. Kein Nachweis der eigenen Bedürftigkeit ist notwendig, kein Papierkram, keine Bürokratie. Man kommt einfach und bekommt.
Wer hatte die Idee, in der eigenen Freizeit eine solche Initiative aufzuziehen? Was war der Anlass? Was bedeutet dies heute für ihn? Wie fand er Ehrenamtliche, die hier mitarbeiten? Was bedeutet diese Arbeit für ihn und seine Mitarbeiter*innen? Wie schafft es Sabi Uskhi, dass so viele Frankfurter Restaurants und Läden spenden? Und das jede Woche … immer reihum.
Was bedeuten die „StreetAngel“ für die Obdachlosen im Frankfurter Bahnhofsviertel? Ein ehemaliger Obdachloser, heute Mitarbeiter von StreetAngel, berichtet aus eigener Erfahrung davon. Hunderte warten jeden Sonntag …
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen achten auf eine gerechte Verteilung, schlichten Streit und sind Ansprechpartner für die meist vereinsamten Menschen.
Am 28. Mai will Roger Waters in der Frankfurter Festhalle im Rahmen seiner Europatournee ein Konzert geben. Überall wird Protest gegen seine Auftritte laut. Der Musiker verbreitet seit Jahren antisemitische Hetze, vergleicht die israelische Politik mit Nazi-Deutschland, kleidet sich selbst gerne mit schwarzem Ledermantel und rotweißer Armbinde. Der Anklang an NS-Symbolik ist dabei unübersehbar. Oft fliegt eine große aufblasbare Sau mit Judenstern und Dollarzeichen über dem Publikum; derzeit ist der Stern durch die Namen israelischer Firmen ersetzt.
Die Medien berichten derzeit laufend darüber. Ausgewählt haben wir hier eine längere Stellungnahme der renommierten Amadeu Antonio Stiftung und einen Artikel der Wochenzeitung “ZEIT”. Seit Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen die Ukraine tritt Roger Waters zudem auch immer wieder als Putinversteher auf und bezeichnet stattdessen die USA als Aggressor.
Ein solches Konzert soll nun auch noch in der Frankfurter Festhalle stattfinden? An dem Ort, an dem nach der Reichspogromnacht 1938 ca. 3.000 Frankfurter Juden festgehalten, erniedrigt, misshandelt und von hier aus in Konzentrationslager deportiert wurden! Dagegen protestiert auch die Margit-Horváth-Stiftung vehement — gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Frankfurt sowie vielen zivilgesellschaftlichen Organisationen Frankfurts und der Rhein-Main-Region.
Wir rufen daher dazu auf, am 28. Mai 2023 ab 16 Uhr an der Protestkundgebung vor der Festhalle teilzunehmen:
Hier gilt es ein deutliches Zeichen zu setzen!
Die “Woche der Meinungsfreiheit” 2023 — Wir sind dabei!
Auch dieses Jahr beteiligt sich die Margit-Horváth-Stiftung wieder an der „Woche der Meinungsfreiheit” mit täglichen Artikeln zur Situation der Presse– und Meinungsfreiheit in einzelnen Ländern.
Wir beginnen am 3. Mai mit einem Bericht zum Iran. Ali Sadrezadeh greift dabei einzelne Frauen heraus, die als Journalistinnen und/oder Aktivistinnen eine zutiefst eindrucksvolle Zivilcourage zeigen. Seinen Beitrag lesen Sie jetzt hier. Unser zweiter Beitrag schildert die Situation in Hongkong nach der Einführung des “Nationalen Sicherheitsgesetzes” — was bedeutet dies heute für die Kämpfer*innen für Demokratie und Meinungsfreiheit in dieser bis 2020 so engagierten Stadt? Auch dieser Beitrag ist weiterhin auf der Homepage in voller Länge hier verfügbar.
Zudem hatten wir hervorragende Beiträge über die Lage in Nepal, Myanmar, Afghanistan und Pakistan. Auch sie sind natürlich alle weiterhin verfügbar.
Die Bücherverbrennung in Berlin, 10. Mai 1933
Jedes Jahr bringen wir selbstverständlich am 10. Mai einen Beitrag zur Bücherverbrennung; die Artikel aus den vergangenen Jahren finden Sie hier 2021 und 2022. wegen des 90. Jahrestages bringen wir dieses Jahr zwei Artikel zu diesem Thema. Der erste Beitrag, den wir zu diesem Thema veröffentlichten, steht nun in voller Länge hier, der zweite Beitrag behandelt Rückblicke und Fragen zur Bedeutung der Bücherverbrennung und wie ein Gedenken daran heute aussehen kann bzw. sollte.
Wir danken dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels für die Initiierung der “Woche der Meinungsfreiheit” und werden uns gerne auch 2024 wieder daran beteiligen. Und ein dank an alle Autor*innen sowie den so vielen interessierten Leser*innen.
Die Ich-Erzählerin, selbst aufgewachsen in Frankfurt-Höchst erinnert sich an die Fertigungshallen, in denen der (deutsche) Vater tagein, tagaus Aluminiumbleche beizte. Und sie erinnert sich an die (türkische) Mutter, deren Freiheitsdrang in der Enge einer westdeutschen Arbeiterwohnung erstickte, ehe sie in einem kurzen Aufbegehren die Koffer packte und die Tochter beim trinkenden Vater ließ. Sie beschreibt eindrucksvoll den frühen Schulabbruch und die Anstrengung, im zweiten Anlauf Versäumtes nachzuholen, an die Scham und Angst – zuerst davor, nicht zu bestehen, dann davor, als Aufsteigerin auf ihren Platz zurückverwiesen zu werden.
Dieses Buch nehmen wir zum Ausgangspunkt für unseren Workshop, in dem es darum geht, anknüpfend an einzelne Szenen zum eigenen Alltag zu kommen, zu konkreten Situationen in der Schule, der Kita, dem Elternhaus oder auch der Therapie. Expert*innen aus allen vier Bereichen beschreiben in kurzen Impulsreferaten Beispiele aus ihrem Alltag, beschreiben ihre Wahrnehmungen, ihre Reaktions– und Handlungsweisen sowie die beobachtete Folgewirkung für den Einzelnen und die Gruppe. Alle Beiträge werden von den Teilnehmer*innen kritisch hinterfragt und diskutiert.
Der Workshop beginnt mit einer szenischen Lesung wichtiger Passagen des Buches, vorgetragen von der Frankfurter Schauspielerin Barbara Englert.
Rückfragen und Anmeldung (ist erforderlich) bitte unter info@margit-horvath.de
Organisiert von der Margit-Horváth-Stiftung in Kooperation mit GEW Hessen LEA, Verband Binationaler Familien und Partnerschaften, Kinderbüro Frankfurt und IGS Nordend.
Frida Grünfeld, geb. im September 1908 in dem kleinen ungarischen Dorf Lelesz, war eine der 1.700 Jüdinnen, die 1944 in der KZ-Außenstelle Walldorf inhaftiert waren. Sie baute, wie die anderen Gefangenen, Rollbahnen für den damals militärisch genutzten Frankfurter Flughafen. Ende November wurden die Häftlinge in das KZ Ravensbrück weiterdeportiert und dort bei Kälte in einem unbeheizten Zelt untergebracht. Frida wurde wenig später ermordet. Ihr Name steht auf einer der Todeslisten (“Mittwerda-Liste”). Sie überlebte die KZ-Haft nicht.
1932 hatte Frida in Bratislava einen Sohn, Berthold, geboren, ihn aber schon wenige Tage nach der Geburt an die dortige jüdische Gemeinde gegeben. Sie konnte sich ein Leben mit ihrem Sohn nicht vorstellen. Frida war eine Prostituierte.
Ihr kleiner Sohn Berthold wurde bei Kriegsbeginn zum Schutz vor den Nazis nach Norwegen gebracht und kurz vor dem dortigen Einmarsch der Wehrmacht (1940) heimlich weiter nach Schweden in ein Waisenhaus transferiert. Berthold Grünfeld überlebte, ging zurück nach Norwegen und wurde später einer der bedeutendsten Psychiater des Landes.
Von seiner Mutter wusste er nichts. Bis seine Tochter, Nina Friderike, anfing zu recherchieren. Ihre Recherche und die Spuren, die sie im Laufe ihrer langjährigen Suche fand, beschreibt sie eindrucksvoll im jeweiligen historischen und politischen Kontext. Durch Archive fand sie Verhörakten und Gerichtsdokumente, die Hinweise und Informationen enthüllten, und sie erfuhr, wie sich das Netz immer enger um Frida zusammenzog.
Am Abend des 26. Januar ist Nina Grünfeld um 19 Uhr in der Frankfurter “Denkbar” zu Gast (Nordend, Spohrstraße 46) Weitere Infos dazu finden Sie hier. Vorherige Anmeldung ist in der “Denkbar” erforderlich.
Bei beiden Veranstaltungen wird der vielfach ausgezeichnete Übersetzer Ulrich Sonnenberg die entsprechenden Passagen lesen. Frau Grünfeld wird für Fragen und weitere Erläuterungen (englisch) gerne zur Verfügung stehen.
Wir danken NORLA, der Agentur für norwegischen Literatur im Ausland, für ihre freundliche Unterstützung der beiden Veranstaltungen.
Der “World University Service” bietet Studierenden aus Kriegsgebieten Hilfe, Unterstützung und zahlreiche praktische Angebote vom Seminar bis zur online-Universität
.
Podiumsgespräch mit dem Vorsitzenden der deutschen Sektion: Dr. Kambiz Ghawami
“Wir appellieren deshalb erneut an Bundesinnenministerin Nancy Faeser: Gewähren Sie internationalen Studierenden, die aus der Ukraine fliehen mussten, einen vergleichbaren Schutzstatus zu dem geflohener ukrainischer Staatsangehöriger. Räumen Sie ihnen die aufenthaltsrechtlichen Rahmenbedingungen ein, ihr Studium in Deutschland in Ruhe und Sicherheit fortsetzen zu können,” heißt es in einer Presseerklärung der WUS.
Dies umfasst umfangreiche Hilfen für internationale Studierende — auch nach Krieg und Katastrophen. Angeboten werden bildungspolitische Projekte, Begleitung und Beratung nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Teilen der Erde.
Neu ist derzeit die Planung einer online-Exil-Universität für afghanische Studierende, da im eigenen Land das Bildungsangebot durch die Taliban auf religiöse Unterweisung (Indoktrination) reduziert wurde und Mädchen nur bis zum 12. Lebensjahr eine Schule besuchen dürfen. Die Dozenten für das digitale Angebot sind afghanische Exil-WissenschaftlerInnen. Sie kooperieren mit ausländischen Universitäten, um den online-Studierenden in Afghanistan oder in Flüchtlingslagern anerkannte universitäre Abschlüsse zu ermöglichen. Geplant sind 5.000 Studienplätze für Geistes– und Sozialwissenschaften, für Betriebswirtschaft und Informatik. Finanziert werden soll diese Uni von der Europäischen Kommission und der Bundesregierung.
WUS engagiert sich auch für rund 60.000 internationale Studierende (aus Indien, Marokko, Ägypten, Nigeria, Turkmenistan, Aserbaidschan), die in der Ukrainestudierten, aber nun wegen des russischen Angriffskrieges nach Deutschland oder in die EU fliehen mussten. Studierende mit ukrainischem Pass erhalten vorübergehenden Schutz in der EU, doch diese jungen Menschen aus anderen Staaten erhalten keine Aufenthaltserlaubnis. Sie werden zur zeitnahen Ausreise in ihre Herkunftsländer aufgefordert. Viele aber können aus finanziellen oder anderen Gründen nicht in der Heimat studieren. Die WUS fordert deswegen eine europäische Initiative, um allen geflohenen Studierenden aus der Ukraine den Aufenthalt und einen Studienplatz zu ermöglichen.
Projekte des 1920 gegründeten World University Service finden große internationale Anerkennung und werden immer wieder als vorbildlich und nachhaltig ausgezeichnet.
Márta Radnai war 17 Jahre alt, als sie im Walldorfer Lager inhaftiert war.Leider konnten wir sie nicht mehr persönlich kennenlernen. Doch die Präsentation des Videos, verbunden mit eingesprochenen Dialogen und Fotos, gibt einen außergewöhnlich präzisen Einblick in ihre Geschichte.
.
Márta Radnai ist 1925 in Cluj (ungar. Kolozsvár, dtsch. Klausenburg) geboren. Ihre Eltern haben sich scheiden lassen, als sie drei Jahre alt war. Als Einzelkind wuchs Márta mit der Mutter auf. Bildung spielte zu Hause eine große Rolle. Reich waren sie nicht. Die Mutter gab privat Nachhilfeunterricht, so auch Márta ab einem bestimmten Alter, um etwas dazu zu verdienen. Besonders gläubig waren sie nicht.
Im Mai 1944 wird Márta zusammen mit ihrer Mutter nach Auschwitz deportiert. Eindrucksvoll beschreibt Márta die grauenvollen Verhältnisse im Waggon. Gleich nach der Ankunft wird die Mutter ermordet …
Das mehrstündige Interview wurde im Oktober 1996 von der Auschwitz Stiftung in Brüssel aufgenommen; erst kürzlich haben wir dieses erhalten. Auszüge daraus wollen wir Ihnen an zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen präsentieren, ergänzt durch eingesprochene Dialoge und Fotos. Abschließen werden wir dies mit der Enthüllung des Fotos von Márta Radnai auf einer der Glaswände des Horváth Zentrums.
Unser Podiumsgast Peter Gbiorczyk war nach dem Studium der Ev. Theologie Stadtjugendpfarrer in Marburg/Lahn, Gemeindepfarrer in Buenos Aires (Argentinien) und von 1989 bis zum Eintritt in den Ruhestand Dekan des Kirchenkreises Hanau-Land. Er hat eine umfassende Studie zur Thematik des Podiumsgesprächs erarbeitet.
Seit Mitte des 15. Jahrhunderts sind in Europa mindestens 40.000 Menschen, zu achtzig Prozent Frauen, der vermeintlichen Hexerei verdächtigt, vor weltlichen Gerichten angeklagt, durch Folter zu Geständnissen gebracht und nach Todesurteilen verbrannt, geköpft oder ertränkt worden. Es waren die Zeiten der Pest, von Kriegen oder auch des Klimawandels (kleine Eiszeit). Die verregneten Sommer führten zu Ernteausfall und so zu allgemeinem Elend. Als Ursache vermutete man Zauberei, durch die die Gesundheit von Mensch und Tier geschädigt und auch das Wetter beeinflusst worden sei.
Verdächtigt mit dem Teufel im Bunde zu stehen, wurden Menschen bei der Obrigkeit angezeigt — vor allem von Nachbarn, von der Familie oder auch von der „ganzen Gemeinde“. Kirchliche Gremien suchten nach dem Vorkommen von Gotteslästerungen, falschen Segenssprüchen oder Glockengeläut gegen Unwetter; das galt als Aberglaube.
Gbiorczyk wird ausführlich aus Verhörprotokollen und Prozessakten der Gerichte zitieren. Er gibt dabei aber auch tiefere Einblicke in einzelne Schicksale. Er beschreibt die Praxis der weltlichen Obrigkeit und der Kirche, die beide an Verführungen durch den Teufel und an die Notwendigkeit der Todesstrafe für vermeintliche Verursacher des Unglücks glaubten.
Rezension des Buches “Zauberglaube und Hexenprozesse in der Grafschaft Hanau-Münzenberg im 16. und 17. Jahrhundert” von Peter Gbiorczyk in der FAZ vom 15. November 2021
Das Buch erschien aktualisiert 2025, Erstausgabe 2017. “Wie sähe Deutschland aus, wenn die AfD an der Macht wäre?” ist darin die zentrale Frage.
Das neueste Buch von Justus Bender erscheint am 20. August. “Deutschland 2033: Einhundert Jahre nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten steht Deutschland vor einer Bundestagswahl …”
Das Horváth-Zentrum in Walldorf ist Sitz der Margit-Horvath-Stiftung.
Die Mezzosopranistin Sofia Falkovitch, begleitet am Klavier von Prof. Grigory Gruzman und Olga Chelova. Fot.: priv.Vierhändig beim Spiel im gut besuchten Horváth-Zentrum. Das Publikum bedankt sich am Ende mit frenetischem Applaus. Foto.: priv.
Erschienen im April 2026 im Schmetterling Verlag, 288 Seiten. Das Buch wird nach der Veranstaltung zum Kauf angeboten (25.- €). Auf Wunsch wird der Autor auch gerne signieren.
Márta Radnai — die Geschichte einer jungen ungarischen Jüdin. Eine Publikation (124 S., 2025) der Margit-Horváth-Stung und der Auschwitz Stiftung Belgien.
Die Eröffnung der Veranstaltung im Horváth-Zentrum durch Cornelia Rühlig.
Roman Knizka rezitert Texte aus dem Ghetto Theresienstadt. Fot.: priv.
Schüler*innen zeigen nach ihrem Sprechchor aus der Kinderoper “Brundibar” Namen der Kinder aus Theresienstadt, die wenig später in Auschwitz-Birkenau ermordet wurden.
Edith Erbrich beantwortet zahlreiche Fragen aus dem Publikum zu ihren Erinnerungen an Theresienstadt
Gespräche in unserer Erfurt Unterkunft nach einem umfangreichen Tagesprogramm.
Unser großer Dank gilt der “Partnerschaft für Demokratie!”
Der gelbe Stern des Halbbruders von Márta Radnai.
V.l.n.r.: Claude und Hélène, die Kinder von Márta Radnai und Hélènes Tochter Anne.
Das Logo der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V.
Ali Sadrezadeh, in Estahbant geboren, aebeitete für dpa, die Frankfurter Rundschau und viele Jahre auch für den HR.
Das neueste Buch von Ali Sadrzadeh, erschienen 2025 im Kohlhammer Verlag.
Komponist Pavel Haas (1899–1944). Aus. wikipedia.
Komponist Gideon Klein (1919–1945) Aus: wikipedia.
Komponist Hans Krása (1899–1944). Aus: wikipedia.
Das Frankfurter Kinderbüro fördert und unterstützt seit 30 Jahren zahlreiche Anliegen und Bedürfnisse von Kindern.
Brian mit den Kindern und Jugendlichen in unserem “Tonstudio” im Keller der Schule. Foto: priv.
Brian mit den Kindern und Jugendlichen in unserem “Tonstudio” im Keller der Schule. Foto: priv.
Stephan und Frau Cortese nehmen gemeinsam den Refrain auf. Foto: priv.
Brian nimmt in den Kellerräumen der Schule die Kinder einzeln mit ihren Rapsongs auf. Foto: priv.
Stephen ist erst in der zweiten Klasse, hat aber ein erstaunlich gutes Rhythmusgefühl. Foto: priv.
Die Bürgrmeister-Grimm-Schule liegt im Gallusviertel der stadt Frankfurt. Sie hat den Förderschwerpunkt Lernen.
Jüdisches Museum Stockholm — es befindet sich in der ältesten Synagoge Schwedens. Foto: priv.
Denkmal “Das offene Buch”, das wir zur Geschichte des früheren Internierungslagers entwickelten und gemeinsam eröffneten. Im Hintergrund das frühere Hauptgebäude des Lagers,. Foto_ priv.
Die Projektgruppe im “Fryshuset”, einem eindrucksvollen Zentrum für Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Gerhard Bökel während seiner detaillreichen, in der Sache erschütternden und faszinierend vorgetragenen Ausführungen im Horváth-Zentrum. Foto: priv.
Ulrike Holler und Gerhard Bökel im Podiumsgespräch, — das Horváth-Zentrum war dicht gefüllt, das Publikum tief beeindruckt und erschüttert — nicht zuletzt von der Existenz der “Zentralen Rechtsstelle” von Bundesministerien, die in der Nachkriegszeit NS-Täter beriet und Informationen untereinander koordinierte.
Mutter Teresa, 1986. Aus: wikipedia
“Gauland” von O. Sundermeyer, C.H. Beck Verlag, 2018
“Nie wieder ist jetzt.”
Dr. Franz Horváth, unser Referent für diese Veranstaltung, unterrichtet Geschichte an einem Rüsselsheimer Gymnasium.,
Die Denkbar ist ein Ort der kulturellen Vielfalt, der Begegnung und des Austausches über Themen aus Philosophie, Literatur, Musik, Film, Bildende und Darstellende Kunst sowie aktuelle politische Diskussionen.
Blick aus dem Zimmer 405 im serbischen Flüchtlingscamp Montevideo. Dieses Land wieder zu verlassen, war ihr damals eigentlich untersagt.
Das DGB Bildungswerk Hessen geht es um ein ganzheitliches Erfassen von Gesellschaft und nicht um eine Bildung, die von Begriffen wie Konkurrenz, Wettbewerbsfähigkeit und Profitmaximierung geleitet wird.
Ágnes Bühel, geb. 1926. Zusammen mit ihrer Schwester Rózsi wurde sie von Auschwitz nach Walldorf deportiert.
Während einer größeren Erkrankung 1977 schrieb Magda Hollander-Lafon ihr erstes Buch, in dem sie Aspekte ihrer Erfahrungen in den KZs beschreibt.
Magda Hollander-Lafon ca. zwei Jahre nach der Befreiung; ca. 1947
Soufle sur la braise, veröffentlicht 1997.
Vier Stückchen Brot von Magda Hollander-Lafon, 2013.
Maria Pourbakhshi hat 2023 ihr Examen als Krankenschwester abgelegt.
1944 war Alice Lipmann 24 Jahre. Sie musste an den Loren arbeiten von morgens bis abends.
Christian Felten schlägt mit dem Hammer die größten Beulen aus der Lore.
Schüler*innen bürsten sorgfältig den Rost von der Lore.
Friederike Fechner am Cello
Frau Fechner während ihres Vortrages Im Horváth-Zentrum.
Mit der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich arbeiten wir seit Jahren eng zusammen, haben daher auch bereits einen sehr gut funktionierenden Kooperationsvertrag mit ihr geschlossen.
Auch mit der Dreieich-Schule Langen gibt es jeden Jahr viele gute gemeinsame Projekte zum Thema Geschichte und Fragen der Diskriminierung heute.
Und die Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf liegt uns natürlich ganz besonders am Herzen. Seit Jahrzehnten sind wir miteinander verbunden.
Sabi Uskhi, ein außergewöhnlich engagierter Mann, verkörpert förmlich die StreetAngel. Er war der Initiator und ist heute noch Motor dieser phantastischen Organisation „StreetAngel.“ Er ist eigentlich hauptberuflich Personal Trainer und Heilpraktiker. Die „StreetAngel“ organisiert er und seine Crew „nebenbei“.
Vasilios Tsarouchas, ehemals Obdachloser, heute in tragender Funktion bei den “StreetAngel” — bei der Lagerverwaltung, der Verteilung der Essen und vielen anderen Arbeiten. Er und Sabi gingen einst in die gleiche Grundschulklasse. Ein großes Vertrauen verbindet die Beiden.
“Unmenschlichkeit beginnt mit Worten” — Transparent zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938
Gedenktafel der Frankfurter Festhalle in Erinnerung an die 3.000 Juden, die im November 1938 dort festgealten und misshandelt wurden.
Der Workshop findet im Rahmen des Frankfurter Kinderbüros “Stadt der Kinder”. Wir bedanken uns sehr herzlich für für ihre ideelle und fananzielle Unterstützung.
Barbara Englert (geb. 1960 in Frankfurt) ist Regisseurin, Schauspielerin und Autorin. In mehreren Projekten erarbeitete sie sehr erfolgreich mit sog. Bildungsfernen Jugendlichen klassische Theaterstücke.
Nina Grünfeld, Autorin des Buches. Sie lebt in Oslo, ist Filmregisseurin und Professorin an der Fachhochschule.
Berthold Grünfeld, Fridas Sohn und Ninas Vater. Er besaß kein Foto von seiner Mutter, erinnerte sich nur sehr schemenhaft an ihr Aussehen. Er wusste nichts von ihrer KZ-Haft, vermutete, dass sie als Jüdin ermordet wurde. Doch er wusste nichts.
Unterschrift von Frida Grünfeld; ihren Vornamen hat sie selbst ins Tschechische übertragen. Erst nach jahrelangem Suchen fand Nina diese authentische Spur ihrer Großmutter in einem Polizeiprotokoll. Eine Reproduktion davon befindet sich heute neben der Eingangstüre des Horváth-Zentrums.
Startseite des “World University Service”, abergerufen 2. August 2022
“Die Taliban müssen die Rechte von Frauen anerkennen” und “Gleichheit für Männer und Frauen führt zur Entwicklung von Afghanistan” und rechts “Brot, Arbeit, Freiheit, politische Beteiligung” steht auf den Plakaten dieser afghanischen Frauen. Mutig demonstrieren sie in Kabul , Oktober 2021.
Márta Radnai,1946
Postkarte von Kolozsvár (rumän. Cluj), 1940/41
Links (mit Türmen): die neologe (reformerische) Synagoge von Cluj. Dieser Gemeinde gehörte auch Márta an.
Hexenverbrennung in Derenburg am Harz. Illustration aus Flugblatt, Nürnberg, 1555.
Peter Gbiorczyk: Zauberglaube und Hexenprozesse in der Grafschaft Hanau-Münzenberg im 16. und 17. Jahrhundert, Düren 2021
Malak, 10 Jahre alt, während eines Kinderfestes im Kinderhaus Griesheim, 1. Juni 2022.
Sara, 9 Jahre alt, Schülerin der dritten Klasse der Boehle Schule in Griesheim.
Hiba während eines Tanzes beim Kinderfest im Kinderhaus Griesheim, 1. Juni 2022.
Katrin Himmler beginnt ihre Präsentation “Rassismus ohne Rassen” (Ethnopluralismus).
Unser Horváth Zentrum, der Ort der Veranstaltung.
“Himmler privat — Briefe eines Massenmörders” von Katrin Himmler und Michael Wildt, 2016.
Heinrich Heine (1797–1856), Gemälde von Moritz David Oppenheim, 1831. Berühmt ist sein Zitat: “Das war ein Vorspiel nur. Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.” Heine formulierte dies im frühen 19. Jh. in Bezug auf die Verbrennung des Koran und anderer arabischer Schriften in Spanien.
Die 12-jährige Trude wurde in Sobibor ermordet. Ihr gehörte die Puppe.
Ein niederländischer Judenstern auf den Gleisen, die in der Ausstellung zum Aschehügel von Sobibor führen.
Eva Szepesi während ihrer Lesung am 27. Januar im Horváth Zentrum. Als 12 jährige wurde sie in Auschwitz befreit.
Salmen Gradowski war im KZ Auschwitz-Birkenau Mitglied des Sonderkommandos. Er schrieb über die Arbeit, die er in den Gaskammern und Krematorien leisten musste.
Mit einem Lastwagen wurden 34 junge Frauen der KZ Außenstelle Walldorf Anfang Oktober 1944 abtransportiert und erschossen. Namenskarten mit biografischen Details erinnern zwischen den alten Backsteinen des Lagers an jede Einzelne von ihnen.
Agnes Bühel war 18 Jahre alt, als sie in Walldorf inhaftiert war.
Ihre Schwester Rózsi war damals ebenfalls hier inhaftiert. Beide gingen nach der Befreiung zurück in ihre Heimatstadt Budapest.
Fingerabdruck von Frida Grünfeld. Sie wurde kurz vor der Befreiung des KZ Ravensbrück getötet. Von ihr existiert kein Foto — nur dieser Fingerabdruck. Ihre Enkelin fand ihn nach 15-jähriger Suche in einem Archiv.
Voltaire mit dem berühmten, ihn charakterisierenden Zitat: „Er löste von den Augen der Völker die Bande des Irrtums.” Die persönlichen Statements finden Sie hier.
Die jüd. Volkshochschule Frankfurt bietet Hebräisch– und Jiddisch-Sprachkurse an, Seminare über jüd. Religionsphilosophie, Koch– und Tanzkurse sowie zahlreiche Ausflüge und online-Gespräche.
Der Frankfurter Lehrer Roberto Fabian leitet die jüd. Volkshochschule und moderiert auch die hier angekündigten online-Gespräche.
TuS Makkabi ist einer der größten Sportvereine Frankfurts mit über 2.000 aktiven jüdischen und nichtjüdischen Mitgliedern in 25 Abteilungen.
Diese aus unserer Sicht exzellente Homepage benannt zahlreiche konkrete Beispiele, wie man auf antisemitische Äußerungen im Alltag reagieren kann. Erarbeitet wurde sie von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius in Kooperation mit vielen anderen Organisationen.
Melden Sie Hass-Kommentare, die Sie im Internet Finden. Die Horváth-Stiftung unterstützt dieses Programm des Hess. Innenministeriums und einiger NGOs. Funktioniert schnell und einfach — Das Meldeformular finden Sie hier. Grundsätzliches zu diesem Programm in diesem Clip oder auch hier
Veranstalter ist die Margit-Horváth-Stiftung in Kooperation mit:
Bernhard Brehl (1941 — 2020) “Er war eine beeindruckende Persönlichkeit,” beschreibt ihn die Journalistin Ursula Friedrich.
B. Brehl spricht vor dem Abschiedsessen mit ehem. Inhaftierten der KZ-Außenstelle Walldorf und deren Angehörigen, 2014
“Der Optimismus bleibt verhalten.“ Aus: Freitags-Anzeiger vom 26. Sept. 2019
“Eine Abschiebung ist unverantwortlich.“ Aus: Frankfurter Neue Presse vom 24. Sept. 2019
Wir überlassen der Neuen Rechten weder die öffentlichen Räume noch den öffentlichen Diskurs” — ein zentraler Slogan der Organisation “Achtsegel”.
Logo der Organisation “Achtsegel”, die vor allem Strategien gegen Hate-speech und rechtspopulistische Propaganda im Netz entwickeln.
Die Autobiographie des Obdachlosen Richard Brox wurde zum Bestseller.
Eleanor Roosevelt, Aktivistin und engagierte Mitverfasserin der Menschenrechtserklärung. Am 10. Dez. 1948 verkündete sie in Paris, dass die Menschenrechtserklärung angenommen sei und diese nun “für Millionen von Menschen Hilfe, Wegweiser und Inspiration sein würde.” Aus: wikipedia.
Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Aus: wikipedia.
Lea Anthes bei den Vorbereitungen des Besuchs im Horváth-Zentrum.
Eingeladen zu diesem Besuch waren unsererseits Menschen, mit denen wir in den letzten Jahren intensiv er zusammen“wirkten.”
Cornelia Rühlig skizziert kurz die Biographien einzelner ehem. Inhaftierter des Walldorfer Lagers und verweist dabei u.a. auch auf die beiden Fotos von Miriam Heller — im Dezember 1942 ein optimistisches, hübsches 15-jähriges Mädchen, auf dem Foto 2,5 Jahre später im Juni 1945 sieht man sie als völlig gebrochene junge Frau.
Myriam Andres, Geschichtslehrerin der Ricarda-Huch-Schule Dreieich, spricht über zahlreiche Projekte, die sie mit ihren Schüler*innen bei der Horváth-Stiftung durchführte — darunter auch mehrfach Ausgrabungsarbeiten des nun überbauten Küchenkellers (Horváth-Zentrum).
Björn Hamburger, Geschichtslehrer und Oberstufenleiter der Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden-Walldorf, betont die besondere Bedeutung, die dieser historische Ort für seine Schule und seine Schüler*innen besitzt. Diese Wirkung könne mit keinem Lehrbuch und in keinem Schulzimmer erreicht werden.
Anisa Dönmez spricht über das internationale Radioprojekt, an dem sie teilnahm: Jugendkultur in Teheran.
Es war mutig von der 15-jährigen Schülerin aus uito, dass sie bei dieser Veranstaltung spontan ihre Grundhaltung öffentlich formulierte. Dies war ihr aber — trotz der eigenen Scheu — ein großes Anliegen.
Gleichzeitig wurde die Tafel 14 am alten Standort wieder neu aufgestellt. Beschrieben wird auf dieser Tafel, wie zerstört viele der jungen KZ-Häftlinge am Ende des Krieges, am Tage der Befreiung waren. “Ich meine, wir waren im Inneren wie tot …” sagt die damals 16-jährige Szidónia Rosenberg.