Erica Ludolph: Die Frankfurter Judenretterin und Widerstandskämpferin
Ein Podiumsgespräch mit Dieter Maier, Co-Autor der Biographie über sie. Moderation: Ulrike Holler
Sonntag, 12. Juli 2026, 17 Uhr
Margit-Horvath-Zentrum, Familie-Jürges-Weg 1, 64546 Mörfelden-Walldorf
Die Frankfurterin Erica Ludolph war eine überzeugte Gegnerin des Nazi-Regimes. Heimlich unterstützte sie jüdische Familien mit Lebensmitteln oder auch Geld für eine geplante Ausreise. Dafür fand sie glücklicherweise Unterstützer und Helfer im Kreis der Bekennenden Kirche.
Unter großen Ängsten begleitete sie zum Beispiel die jüdische Mutter einer Freundin bei ihrer Flucht vor der Deportation ins KZ.
Mit gefälschtem Pass arbeitete sie zudem für französische Kriegsgefangene als Kurierin. Sie brachte Briefe und Informationen in deren Heimat. Doch eines Tages wurde sie denunziert und von der Gestapo vorgeladen. Obwohl ihr bei Wiederholung das KZ drohte, arbeitete sie auch weiterhin im Widerstand.
Nach dem Krieg studierte sie in den USA, arbeitete für die evangelische Kirche in Frankfurt, London, Wien und Sizilien. Sie setzte sich dabei immer für Flüchtlinge, Notleidende und Minderheiten ein.
Über ihr Leben voller Engagement schwieg sie beharrlich, hatte sie doch das Gefühl, nicht genug getan zu haben. Nur wenn man sie ausdrücklich fragte, sprach sie darüber.
Dies taten Petra Bonavita und Dieter Maier. So durften die Beiden nach Ludolphs Tod auch ihre Tagbücher und Dokumente auswerten. So entstand das Buch: Erica Ludolph. Judenretterin und Widerstandskämpferin.
Ihre in vier Sprachen geschriebenen Tagebücher zeigen sie als eine gebildete Weltbürgerin, die von Ängsten verfolgt war. Freundinnen hatten mit ihr darüber diskutiert, ihr Leben aufzuschreiben. Sie spielte mit diesem Gedanken. Dazu kam es aber nicht.
Bonavita und Maier lassen sie weitgehend mit ihren in den Tagebüchern hinterlassenen Worten sprechen.
Dieses Buch ist die erste Biografie über Erica Ludolph. Gezeichnet wird darin ein ebenso eindrückliches wie detailliertes Mosaik einer Epoche, deren Einfluss bis zur heutigen Zeit nachwirkt. Was sie und andere getan haben, ist beispielhaft: Auch unter extremen Bedingungen ist Widerstand möglich.









































































































































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