Die Identitäre Bewegung — Rechtsextreme Positionen im modernen Gewand

Die „Iden­ti­täre Bewe­gung“ ist mit ihrer Selbst­in­sze­nie­rung über Social Media höchst erfolg­reich, obwohl sie im deut­schen All­tag – im Unter­schied z. B. zu Frank­reich — noch rela­tiv klein ist.

Beleuch­tet wer­den beim Podi­ums­ge­spräch die Geschichte der iden­ti­tä­ren Bewe­gung, ihre ideo­lo­gi­schen Hin­ter­gründe sowie die Struk­tu­ren und Stra­te­gien der Vermarktung.

Fabian Jel­lon­nek ist ein her­aus­ra­gen­der Experte in die­ser The­ma­tik. Er arbei­tete als Bera­ter gegen Rechts­ex­tre­mis­mus und lei­tete den Bereich poli­ti­scher Extre­mis­mus bei Jugendschutz.net.

Jel­lon­nek ist Grün­der der Orga­ni­sa­tion  Achtsegel.org. Ihr Schwer­punkt liegt auf der Ent­wick­lung von Stra­te­gien gegen Hate-Speech und rechts­po­pu­lis­ti­sche Pro­pa­ganda im Netz.

Wie men­schen­ver­ach­tend, wie gefähr­lich ist das Gedan­ken­gut der Iden­ti­tä­ren für unsere demo­kra­ti­sche Ord­nung?

Hier vorab schon mal einige Ant­wor­ten auf diese Frage:

Sie stre­ben eine natio­nale Homo­ge­ni­tät an.

Sie wol­len keine Frem­den und keine Ver­mi­schung der Kulturen.

Per­so­nen aus der Nazi­zeit wer­den reingewaschen.

Für die Iden­ti­täre Bewe­gung ist die Gegen­wart deka­dent, weil sie Men­schen mit unter­schied­li­chen sexu­el­len Ori­en­tie­run­gen oder mit Behin­de­run­gen akzeptiert.

Bei der her­bei­ge­sehn­ten bür­ger­kriegs­ähn­li­chen Situa­tion wür­den Gen­der­for­schung, Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ge­setze und die Sozi­al­hilfe wegfallen.

Man arbei­tet mit Begrif­fen wie „Kopftuch“,“Integrationslüge“,“oder „Volks­ver­rat“, um die Hege­mo­nie über den öffent­li­chen Dis­kurs zu erhalten.

Man ver­sucht eine bür­ger­li­che Fas­sade mit rebel­li­schem Ges­tus auf­zu­bauen, um junge Men­schen für eine soge­nannte „Mit­mach­be­we­gung“ zu gewin­nen. Die tat­säch­li­chen Struk­tu­ren sind jedoch geschlos­sen und hierarchisch.

Nied­rig­schwel­lige Kon­takt­an­ge­bote wer­ben für ras­sis­ti­sches Gedan­ken­gut oder für Aktio­nen gegen die libe­rale Demokratie.

Die Iden­ti­tä­ren sind gut ver­netzt mit der AFD und deren Jugendorganisation.

Lite­ra­tur­tipp: Exper­tise  von F. Jel­lon­nek und P. Rei­nesch zur Medi­en­nut­zung der Neuen Rech­ten – darin auch zur Iden­ti­tä­ren Bewe­gung:  hier

Pres­se­be­richt­er­stat­tung zur Veranstaltung

Kein Dach über dem Leben” — Podiumsgespräch mit Richard Brox

Kom­men­den Sonn­tag (27. Jan.) wird Richard Brox um 17 Uhr zu einem Podi­ums­ge­spräch ins Mör­fel­der Museum kommen.

Brox ist Deutsch­lands sog. „berühm­tes­ter Obdach­lo­ser“. Er lebte 30 Jahre lang auf der Straße.

Er arbei­tete mit Gün­ter Wall­raff zusam­men, beriet ihn bei sei­nem Film „Unter null“ und ist nun selbst Bestsellerautor.

In sei­nem Buch „Kein Dach über dem Leben“ beschreibt er ein­drucks­voll seine schwie­rige Kind­heit u.a. mit Gewalt­er­fah­run­gen in Kin­der– und Jugend­hei­men, anschlie­ßend Dro­gen– und Alko­hol­sucht und Obdachlosigkeit.

Wer auf der Straße lebt, muss ler­nen, Gewalt, Hass, Hun­ger und Kälte zu ertra­gen. Für Richard Brox war die Straße aber auch ein Ort der Frei­heit und Selbst­be­stim­mung. Als Ber­ber hat er seine Würde nie ver­lo­ren. Er schaffte den Neu­an­fang und schal­tete eine Web­seite mit Tipps, Adres­sen und Bewer­tun­gen von sozia­len Anlauf­stel­len für „seine Brü­der“. So wurde er zu Deutsch­lands berühm­tes­ten Obdachlosen.

Jetzt hat er seine Bio­gra­fie geschrie­ben, hat sich sei­nen Trau­mata und Ängs­ten gestellt.

Mit dem Geld, das er über sein Buch und über Vor­träge ein­nimmt, will er ein Hos­piz und Hotel für Obdach­lose grün­den, will nun die Hilfe, die er selbst erfah­ren hat, weitergeben.

Mit ihm spricht Ulrike Hol­ler über Not­un­ter­künfte, Anlauf­stel­len, Armut in Deutsch­land, Hartz IV, den Man­gel an Woh­nun­gen und über den Umgang der Behör­den mit Obdachlos

Zur Pres­se­be­richt­er­stat­tung …

Vorab-Telefoninterview des Schü­ler­prak­ti­kan­ten Lukas Mau­rer mit Richard Brox:

Herr Brox, Sie sagen in Inter­views, dass die Obdach­lo­sen in vie­len Unter­künf­ten wie Dreck behan­delt wer­den. Was mei­nen Sie kon­kret damit?

Zum Bei­spiel: Du kommst in eine Not­un­ter­kunft, dort gibt es zwei Toi­let­ten. Die eine ist kaputt oder abge­schlos­sen und die andere ist ein­fach dre­ckig. Und wenn du wenigs­tens Toi­let­ten­pa­pier haben möch­test, ant­wor­tet dir der Mit­ar­bei­ter: „Du kannst ja wie­der gehen, wenn es dir hier nicht passt.“ Ein ande­res Bei­spiel: Das Bett, das dir zuge­wie­sen wird, stinkt nach dem Urin des Vor­gän­gers. Wenn du dich dar­über beschwerst, ant­wor­tet dir der Betreuer wie­der das gleiche.

Grund­sätz­lich sollte man beim Schla­fen den Haut­kon­takt mit dem Bett ver­mei­den, um sich keine Krank­hei­ten, wie zum Bei­spiel die Krätze, Viren­er­kran­kun­gen oder Kopf­läuse zu holen. Außer­dem teilst du dein Zim­mer nor­ma­ler­weise mit vie­len ande­ren Per­so­nen. Die meis­ten Obdach­lo­sen sind krank, viele sind HIV posi­tiv. Und wegen den vie­len Kon­flik­ten unter­ein­an­der ist es wich­tig, dass an Wochen­en­den und Fei­er­ta­gen auch nachts Betreuer da sind, die man im Zwei­fels­fall anspre­chen kann.   Die ver­schie­de­nen Grup­pen — Alko­ho­li­ker, Dro­gen­ab­hän­gige, Spiel­süch­tige oder psy­chisch Kranke — soll man unter­ein­an­der leben las­sen, aber nicht ver­su­chen sie zusam­men zu brin­gen, weil es sonst leicht zu Kon­flik­ten kom­men kann.

Das Leben auf der Straße ist sehr hart ist. Kann man sich denn irgend­wie dage­gen schützen?

wei­ter­le­sen …

Jahrestag: 70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948 — 2018)

Aus Anlass des 70. Jah­res­ta­ges der Ver­kün­dung der all­ge­mei­nen Men­schen­rechte rufen wir dazu auf, sowohl in Mör­fel­den als auch in Wall­dorf eine Men­schen­kette zu bil­den — mit Text­le­sun­gen und abschlie­ßend einem Vor­trag, Musik und Video­schal­tun­gen nach Paris und Genf, dem heu­ti­gen Sitz des Menschenrechtsrates.

Mon­tag, den 10. Dezem­ber 2018 wol­len wir den 70. Jah­res­tag der Erklä­rung der Men­schen­rechte gemein­sam begehen.

Wir alle wis­sen, wie wich­tig es ist, dass wir uns wie­der ver­stärkt öffent­lich enga­gie­ren: Die wach­sende Wäh­ler­schaft für rechts­po­pu­lis­ti­sche Par­teien ist in sehr vie­len euro­päi­schen Län­dern erschre­ckend. Auch die Ten­denz, auto­ri­täre Poli­ti­ker und auto­kra­ti­sche Sys­teme zu unter­stüt­zen, nimmt zu. Und natür­lich gilt: Keine Demo­kra­tie ohne demo­kra­ti­sches Enga­ge­ment der Bür­ge­rin­nen und Bürger.

Daher haben wir für die­sen Jah­res­tag in bei­den Stadt­tei­len Aktio­nen vorbereitet:

Am Nach­mit­tag in Mörfelden:

Um 15:30 tref­fen wir uns vor dem Mör­fel­der Rat­haus, bil­den eine Men­schen­kette und zitie­ren dazu prä­gnante Pas­sa­gen aus Sté­phane Hes­sels berühm­ter Schrift „Enga­giert euch!

Sté­phane Hes­sel (1917 — 2013) stammt aus Ber­lin, emi­grierte mit sei­ner Fami­lie nach Frank­reich, leis­tete dort Wider­stand, wurde ver­haf­tet, floh nach Eng­land, kam ille­gal für die Resis­tance nach Frank­reich zurück, wurde erneut ver­haf­tet und ins KZ Buchen­wald depor­tiert. Nach Kriegs­ende wurde er UNO-Diplomat und for­mu­lierte die all­ge­meine Men­schen­rechts­er­klä­rung mit.

2010 schrieb er im Alter von 93 Jah­ren den ener­gie­rei­chen Text “Empört Euch!”, der inner­halb kür­zes­ter Zeit in 40 Spra­chen über­setzt und mil­lio­nen­fach ver­kauft wurde.

Am Abend in Wall­dorf:

Um 18:00 tref­fen wir uns an die­sem Tage in Wall­dorf, bil­den eine Men­schen­kette vom Horváth-Zentrum bis zum buddh. Frie­dens­zen­trum und lesen dabei die vor 70 Jah­ren in Paris ver­kün­dete All­ge­meine Men­schen­rechts­er­klä­rung.

Unter­stüt­zer­or­ga­ni­sa­tio­nen spre­chen zudem in bei­den Stadt­tei­len eigene Statements.

19:00 im buddh. Zen­trum: Video­schal­tun­gen nach Paris und Genf, Musik mit „Ori­en­tal Jazz Quar­tett“ und ein kur­zer Vor­trag von Nicole Bro­der, Mit­ar­bei­te­rin des Bil­dungs­zen­trums Anne Frank und anschlie­ßend natür­lich die Mög­lich­keit zur Diskussion.

 

 

Warum wählen so viele Leute die AfD?

Das Podi­ums­ge­spräch mit Prof. Leg­ge­wie im Mör­fel­der Museum. Ulrike Hol­ler beginnt mit Fra­gen zur Geschichte der AfD und unter­schied­li­chen inhalt­li­chen Positionen.

Am 30. Novem­ber 2018 dis­ku­tie­ren im Mör­fel­der Museum Prof. Claus Leg­ge­wie und Oberstufenschüler*innen — unter der Mode­ra­tion von Ulrike Holler.

Claus Leg­ge­wie ist Pro­fes­sor für Poli­tik– und Kul­tur­wis­sen­schaft­ler, Mir­be­grün­der und Direk­tor des Zen­trums für Medien und Inter­ak­ti­vi­tät von 2001 — 2007 — mit For­schungs­auf­ent­hal­tenn und Gast­pro­fes­su­ren in Ber­lin, Wien, Paris, New York.  Von 2007 bis August 2017 lei­tete er das Kul­tur­wis­sen­schaft­li­che Insti­tut Essen (KWI). Zum Win­ter­se­mes­ter 2015/16 wurde er vom Prä­si­den­ten der Justus-Liebig-Universität als ers­ter Amts­in­ha­ber auf die Lud­wig Börne-Professur beru­fen. Seine For­schungs­schwer­punkte sind viel­fach inter­kul­tu­relle Fra­gen wie z.B.: Vor­aus­set­zun­gen und Fol­gen der kul­tu­rel­len und reli­giö­sen Glo­ba­li­sie­rung, euro­päi­sche Erin­ne­rungs­kon­flikte und Geschichts­po­li­ti­ken, Demo­kra­ti­sie­rung nicht­west­li­cher Gesell­schaf­ten etc.

Navid Ker­mani schrieb über ihn: “Claus Leg­ge­wie behan­delte 1990 die mul­ti­kul­tu­relle gesell­schaft nicht als etwas, das man ablehnt oder befür­wor­tet, begrüßt oder ver­ab­schie­det, son­dern als eine Wirk­lich­keit, die in ihrer Viel­falt zu beschrei­ben, zu ana­ly­sie­ren und zu gestal­ten ist.”

Sein Enga­ge­ment, sein pro­fun­des Wis­sen, seine hohe rhe­to­ri­sche Fähig­keit — das Publi­kum, das in Scha­ren gekom­men war, ist hoch­kon­zen­triert und dank­bar, einen solch bril­lan­ten Abend erle­ben zu dürfen.

Leg­ge­wie beschreibt zu Beginn des Podi­ums­ge­sprä­ches die Ent­wick­lung der AfD von der europa– und euro­kri­ti­schen Anfangs­phase bis hin zu rechts­po­pu­lis­ti­schen und auch rechts­ex­tre­men Positionen:

“Im Wech­sel der Par­tei­spitze von dem Wirt­schafts­pro­fes­sor Bernd Lucke über Frauke Petry zu Alex­an­der Gau­land und mit dem wach­sen­den Ein­fluss völkisch-autoritärer Poli­ti­ker wie Björn Höcke und der außer­par­la­men­ta­ri­schen Pegida-Bewegung ver­la­gerte sich der Schwer­punkt im Ver­lauf der „Flücht­lings­krise“ auf den Wider­stand gegen Immi­gra­tion v.a. ara­bisch­stäm­mi­ger und afri­ka­ni­scher Flücht­linge und gegen den Islam. Die AfD möchte die Auf­ar­bei­tung der NS-Vergangenheit und die angeb­li­che „Umvol­kung“ Euro­pas been­den. Ihr Schwer­punkt hat sich so von wirt­schafts­li­be­ra­len zu ethno-nationalistischen Posi­tio­nen ver­scho­ben; „popu­lis­tisch“ bleibt die Mobi­li­sie­rung gegen poli­ti­sche, mediale und intel­lek­tu­elle Eliten.”

Jen­ni­fer und Nata­scha stell­ten Fra­gen zu Unter­schie­den und Ver­gleich­bar­kei­ten des Auf­stie­ges der NSDAP in der Wei­ma­rer Repu­blik und heute. Leg­ge­wie zog gewisse Par­al­le­len zwi­schen 1928/30 und heute.

Zahl­rei­che Oberstufenschüler*innen der Ricarda-Huch-Schule Drei­eich, der Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden-Walldorf und der Dreieich-Schule Lan­gen berei­te­ten sich inhalt­lich auf das Podi­ums­ge­spräch mit ihm vor.

Leg­ge­wie sagt zur Frage der Schüler*innen wohin dies füh­ren kann: “Wo die Rechte erfolg­reich bei Wah­len ist, kann dies zu einer Domi­nanz ihrer The­men in den Medien und die Regie­rungs­bil­dung bzw. –fähig­keit erschwe­ren, auch zur Ein­be­zie­hung in Koali­tio­nen füh­ren, die das poli­ti­sche Spek­trum nach rechts ver­schie­ben. Wo die Rechte die Regie­rung stellt, kommt es zur Auf­he­bung von Bür­ger­rech­ten und zur Zer­stö­rung der Gewal­ten­tei­lung, bei Wider­stand dage­gen auch zu Staats­strei­chen und Bür­ger­krie­gen und zu Span­nun­gen in der inter­na­tio­na­len Politik.” 

Prof. Leg­ge­wie beim Beant­wor­ten der Frage einer Schü­le­rin der Bertha-von-Suttner-Schule.

Wie umge­hen mit Käst­chen und Schub­la­den, in die man gesteckt wird? fragt sie. — Auf jeden Fall: per­sön­lich nicht so ernst neh­men. Es gibt so viele Schub­la­den, in die wir alle stän­dig gesteckt wer­den könnten …

Zur Frage der Oberstufenschüler*innen, was man denn dage­gen tun könne, betont Leg­ge­wie als ers­tes, dass er — trotz der rea­len Gefah­ren, die er sehr wohl sehe, gewiss kein Fata­list sein. Doch man dürfe sich the­ma­tisch nicht mehr von der AfD beherr­schen las­sen, müse end­lich wie­der zu den wirk­lich bedeut­sa­men The­men wech­seln wie z.B. Kli­ma­schutz, sozia­ler Woh­nungs­bau, Besei­ti­gung des Stadt-Land-Gefälles, Ver­tie­fung der euro­päi­schen Union … Die Mobi­li­sie­rung, das Enga­ge­ment der Demo­kra­ten sei jetzt gefragt: Infor­ma­tion und akti­ves poli­ti­sches Enga­ge­ment in Par­teien, Gewerk­schaf­ten, Bürgerinitiativen!

Leg­ge­wies neu­es­tes Buch heißt: “Europa zuerst! Eine Unab­häng­g­keits­er­klä­rung.”  Darin schreibt er: In der heu­ti­gen poli­ti­schen Debatte spielt der euro­päi­sche Rechts­po­pu­lis­mus mit frem­den­feind­li­chen Paro­len eine viel zu große Rolle. Doch längst haben starke Gegen­be­we­gun­gen gebil­det, die sich ein frei­heit­li­ches, welt­of­fe­nes, gerech­tes Europa nicht neh­men las­sen wollen …”

Mit genauem Blick beschreibt und ana­ly­siert Claus Leg­ge­wie, einer der wich­tigs­ten Poli­to­lo­gen Deutsch­lands, ver­schie­dene pro­eu­ro­päi­sche Basis­be­we­gun­gen und Netz­werke in ver­schie­de­nen Län­dern des Kon­ti­nents: neue Par­teien, Ver­ei­ni­gun­gen , NGOs. Er macht deut­lich, warum sie die wah­ren Euro­päer sind, wie sie euro­pa­feind­li­chen Strö­mun­gen ent­ge­gen­tre­ten, aber auch, wie man den Still­stand der euro­päi­schen Insti­tu­tio­nen über­win­den kann. Leg­ge­wie macht Hoff­nung: Das Europa der Zukunft ist basis­de­mo­kra­tisch, kos­mo­po­li­tisch, bür­ger­nah und sozial gerecht.

Zur Pres­se­be­richt­er­stat­tung in der Frank­fur­ter Neuen Presse

 

Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir besucht das Horváth-Zentrum

Tarek Al-Wazir (Mitte) wird vom Kura­to­ri­ums­vor­sit­zen­den H.-P. Becker begrüßt. Links im Bild: Ger­hard Hech­ler, der die Dach­be­grü­nung aus­führte. Schräg hin­ter Herrn Al-Wazir: Rein­hold Buch, der uns bei der Pro­jek­tum­set­zung maß­geb­lich beriet.

Die Vor­stands­vor­sit­zende Cor­ne­lia Rüh­lig erklärt Aspekte der Geschichte des Lagers und der Archi­tek­tur des Horváth-Zentrums.
Lisa Lorenz, (rechts) ist per­sön­li­che Refe­ren­tin des Staatsministers.

 

Tarek Al-Wazir, hes­si­scher Minis­ter für Wirt­schaft, Ener­gie, Ver­kehr und Lan­des­ent­wick­lung, hatte uns 2017 bei der Finan­zie­rung der Dach­be­grü­nung finan­zi­ell unter­stützt und damals zugleich die Schirm­herr­schaft für einen zusätz­li­chen Spon­so­ren­lauf über­nom­men. Nur so war es mög­lich, dass die Grund­idee der Archi­tek­tur des Horváth-Zentrums, der “auf­ge­klappte Wald­bo­den” rea­li­siert wer­den konnte.

Damals luden wir ihn ein, sich von dem Gebäude und der Arbeit der Stif­tung selbst vor Ort einen eige­nen Ein­druck zu ver­schaf­fen. Am 11. Juli 2018 kam er im Rah­men sei­ner “Som­mer­tour” zu uns und nahm sich viel Zeit für zahl­rei­che Bei­träge von uns, aber auch für Ein­zel­ge­sprä­che, die er hin­ter­her mit vie­len der Anwe­sen­den führte.

 

Al-Wazir begrüßt die Anwe­sen­den und beschreibt dabei, welch große Bedeu­tung in sei­ner Bio­gra­phie die Begeg­nung mit Zeit­zeu­gen des Holo­caust hat. Da es aber lei­der immer weni­ger mög­lich sei, selbst Holo­caust­über­le­ben­den zu begeg­nen, nehme nun die Bedeu­tung des ein­zel­nen authen­ti­schen his­to­ri­schen Ortes sehr zu.

Katja Schü­ler (rechts) spricht aus unse­rem Kreis als erste. Ihre Groß­mut­ter war hier inhaf­tiert. Von ihr habe ich gelernt: “Frage nicht danach, wel­che Reli­gion oder Natio­na­li­tät jemand hat. Es zählt nur der Mensch.” Anschlie­ßend über­gibt an Eva Sze­pesi (Mitte), die als 12-jähriges Mäd­chen in Ausch­witz befreit wurde.

 

Klara Strompf schloss an die Rede­bei­träge von Katja Schü­ler und Eva Sze­pesi an. Sie stellte 1996 den Kon­takt zu Mar­git Hor­váth her, die Über­le­bende des Wall­dor­fer Lagers, die schließ­lich 2004 Namens­ge­be­rin unse­rer Stif­tung wurde. Klara Strompf arbei­tet seit­her uner­müd­lich mit bei der Recher­che nach Über­le­ben­den des Wall­dor­fer Lagers. Als sie das erste Mal hörte, dass sie hier in Wall­dorf eine Woh­nung direkt neben einer ehe­ma­li­gen KZ-Außenstelle gemie­tet hatte, wollte sie spon­tan: nur weg von hier! Nun — so for­mu­lierte sie — komme sie öfters hier­her, um inner­lich Ruhe zu fin­den. Zwei auf­wüh­lende Jahr­zehnte des Enga­ge­ments lie­gen hin­ter ihr, doch das Gebäude ist nun Zei­chen dafür, dass wir etwas Neues schaf­fen konn­ten — gerade auch für die Jugend. Ihre Ein­drü­cke von die­sem Tag drückt sie noch am glei­chen Abend in einem wun­der­schö­nen kur­zen Video­film aus.

Tim Fug­mann sprach über ver­schie­dene For­men des Anti­se­mi­tis­mus, die er an sei­ner Frank­fur­ter Schule erlebte. Dar­auf­hin initi­ierte er gemein­sam mit der SV der Abitu­ri­ent einen Pro­jekt­tag gegen Anti­se­mi­tis­mus für die gesamte Schule. Eva Sze­pesi kam als Zeit­zeu­gin an die Schule, andere Kurse besuch­ten an die­sem Tag das Horváth-Zentrum u.v.a.m.

Marc Klüber fer­tigte im Rah­men sei­nes Prak­ti­kums bei der Stif­tung einen Gedenk­stein an für sechs im Wall­dor­fer Lager ermor­dete junge Frauen. Er sprach dar­über, was es für ihn bedeu­tete, Buch­stabe für Buch­stabe die­ses Tex­tes in Stein zu hauen. Der Abitu­ri­ent ist zugleich gelern­ter Steinmetz.

Die Abitu­ri­en­tin Lea Anthes befragt als Co-Moderatorin ver­schie­dene junge Leute, die an Pro­jetk­ten der Stif­tung teil­nah­men bzw. der Stif­tung nahe ste­hen. Lea nahm 2017 an unse­rem inter­na­tio­na­len Jugend­work­shop in Sobi­bór teil.

 

Elena Gunici spricht als junge Roma. Noch vor weni­gen Jah­ren war sie obdach­los, schlief in Hof­ein­fahr­ten und bet­telete am Frank­fur­ter Haupt­bahn­hof. Durch ein Pro­jekt der Stif­tung bekam sie einen fes­ten Arbeits­ver­trag und eine Wohnung.

Tarek Al-Wazir über­reicht zum Schluss im Namen aller Anwe­sen­den Eva Sze­pesi einen Blu­men­strauß. Er dankt ihr für Ihr Kom­men und auch dafür, dass sie es auf sich nimmt, immer wie­der in Schul­klas­sen zu gehen und mit jugen Men­schen über ihre Erleb­nisse wäh­rend des Holo­caust zu sprechen.

Pres­se­be­richt­er­stat­tung:

Alex­an­der Koch schreibt am 13. Juli 2018 in der Neuen Presse: “Tarek Al-Wazir: Wir dür­fen nicht aufgeben.”

Sebas­tian Schwap­pa­cher schreibt im Freitags-Anzeiger.

Tafel des Historischen Lehrpfades in Brand gesetzt

Die voll­stän­dig abge­brannte Tafel 14 — dies geht nur mit einem Brandbeschleuniger .

Die Tafel 14 des His­to­ri­schen Lehr­pfa­des, der seit Novem­ber 2000, rund um das Gelände der ehe­ma­li­gen KZ-Außenstelle Wall­dorf führt, wurde am 10. Juni 2018 vor­sätz­lich abgebrannt.

Die Über­schrift die­ser Tafel lautet:

“Ich glaube es nicht, aber ich ging da durch. 

Aber ich war dort …”

Bergen-Belsen — Rech­lin — Salz­we­del — Mauthausen

Um ein Zei­chen zu set­zen gegen eine sol­che Tat ver­sam­mel­ten sich am 21. Juni 2018 enga­gierte Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger sowie Schü­ler aus Ecua­dor, die sich mit den Leh­rern ihrer Part­ner­schule in Drei­eich (Ricarda-Huch-Schule) am Vor­mit­tag über die Geschichte der KZ-Außenstelle infor­miert hat­ten, zu einer Pro­test­ver­an­stal­tung, bei der ver­schie­dene Mit­glie­der der Stif­tung, ver­schie­dene Geschichts­leh­rer der Bertha-von-Suttner-Schule (Drei­eich) und der Ricarda-Huch-Schule und natür­lich auch einige Jugend­li­che sprachen.

Bir­git Schül­ler, Mit­glied der Stif­tung, sagt in ihrerm Ein­gangs­state­ment: „Ich wün­sche und erwarte, dass die Ver­tre­ter aller Par­teien unse­rer Stadt laut und öffent­lich Stel­lung beziehen.“

Empört und trau­rig über eine sol­che Tat hören sie den ver­schie­de­nen Rede­bei­trä­gen zu.

Zwei Schü­ler aus Quito beton­ten die so wich­tige Auf­ar­bei­tung und Ver­mitt­lung von Geschichte Sie ent­hül­len nun die neue Zusatztafel.

 

Die­ses Schild stell­ten Lehrer*innen, Schüler*innen und Mit­glie­der der Stif­tung nun in unmit­tel­bare Nähe zu der am 10. Juni 2018 in Brand gesetz­ten Tafel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Dreieich-Zeitung schreibt dazu am 4. Juli 2018

Inter­view mit der Vor­sit­zen­den der Stiftung

Ein internationales Radioprojekt von jungen Leuten für junge Leute — 1. Thema: Jugendkultur in Teheran

Wäh­rend eines Skype-Interviews,Januar 2018.

Junge Leute aus dem Rhein-Main-Gebiet sky­pen über meh­rere Wochen hin­weg mit Jugend­li­chen aus Tehe­ran. Wie lebt man dort? Wel­che Musik mögen sie? Wie ist es mit der Stimme der Frauen im Iran? Wie mit dem Kopftuch/Hijab? Wo tref­fen sich die jun­gen Leute? Wie ist das Ver­hält­nis zwi­schen Pri­vat­heit und Öffent­lich­keit oder zwi­schen Staat und Gesell­schaft? Wie ist es mit dem Sport? Wer geht bei Fuß­ball­spie­len ins Sta­dion und wer nicht? … All dies und noch viel mehr dis­ku­tier­ten die jun­gen Leute leb­haft unter­ein­an­der per Skype oder auch Whatsapp.

Unser Rund­funk­sen­der ist: “RADIO X” — das unab­hän­gige und wer­be­freie Frank­fur­ter Stadtradio

zu hören als Livestream oder im Radio unter FM Fre­quenz 91,8.

Bei den Ton­auf­nah­men im Stu­dio, Februar 2018.

Im Stu­dio stell­ten wir auf der Grund­lage der davor­lie­gen­den locke­ren Gesprä­che gezielt noch­mals ein­zelne Fra­gen, die wir nun auf­nah­men und für die Sen­dung schnit­ten. In einer Col­lage mit Live­ge­sprä­chen mit den jun­gen Leu­ten in Frank­furt konn­ten wir am 16. März 2018 unsere erste Sen­dung im Stu­dio in Frankfurt-Bockenheim pro­du­zie­ren. Mode­ra­to­rin war Ulrike Hol­ler, über Jahr­zehnte bekannt als HR-Journalistin, in der Horváth-Stiftung seit Grün­dung im Juli 2004 aktiv.

Unser gro­ßer Dank gilt unse­ren Tehe­ra­ner Freun­den und natür­lich Radio X, die uns diese ein­stün­dige Sen­dung ermöglichte!

 

 

 

Den voll­stän­di­gen Mit­schnitt unse­rer Sen­dung vom 16. März fin­den Sie hier.

Protest an der Universität Kalkutta gegen das neue Staatsbürgerschaftsgesetz. U.a. der Deutschlandfunk berichtet dazu im Jan. 2020.
Pro­test an der Uni­ver­si­tät Kal­kutta gegen das neue Staats­bür­ger­schafts­ge­setz. Zu unse­rem Bericht über die Mei­nungs­frei­heit in Indien kom­men Sie hier.

Zum Bericht über die russ. NGO klicken Sie hier.
Zum Bericht über die russ. NGO kli­cken Sie hier.

Ägyptische Journalist*innen protestieren in Kairo nach Verhaftungen und Razzia, Mai 2016. zum Beitrag kommen Sie hier.
Ägyp­ti­sche Journalist*innen pro­tes­tie­ren in Kairo nach Ver­haf­tun­gen und Raz­zia, Mai 2016. Zum Bei­trag kom­men Sie hier.

 

Heinrich Heine (1797-1856), Gemälde von Moritz David Oppenheim, 1831.  Berühmt ist sein Zitat: "Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen." Heine formulierte dies im frühen 19. Jh. in Bezug auf die Verbrennung des Koran und anderer arabischer Schriften in Spanien.
Hein­rich Heine (1797–1856), Gemälde von Moritz David Oppen­heim, 1831. Berühmt ist sein Zitat: “Das war ein Vor­spiel nur. Dort wo man Bücher ver­brennt, ver­brennt man auch am Ende Men­schen.” Heine for­mu­lierte dies im frü­hen 19. Jh. in Bezug auf die Ver­bren­nung des Koran und ande­rer ara­bi­scher Schrif­ten in Spanien.

Erich Kästner (1899 - 1974), eine Aufnahme um 1929. Er war der einzige der verbotenen Schriftsteller, der sich im Mai 1933 die Bücherverbrennung mit Propagandaminister J. Goeebls in Berlin ansah.
Erich Käs­t­ner (1899 — 1974), eine Auf­nahme um 1929. Er war der ein­zige der ver­bo­te­nen Schrift­stel­ler, der sich im Mai 1933 die Bücher­ver­bren­nung mit Pro­pa­gan­da­mi­nis­ter J. Goee­bls in Ber­lin ansah.

Nelly Sachs (1891– 1970). Auch die Bücher dieser Lyrikerin wurden im Mai 1933 in die Flammen geworfen. 1966 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.
Nelly Sachs (1891–1970). Auch die Bücher die­ser Lyri­ke­rin wur­den im Mai 1933 in die Flam­men gewor­fen. 1966 erhielt sie den Nobel­preis für Literatur.

 

 

 

Die 12-jährige Trude wurde in Sobi­bor ermor­det. Ihr gehörte die Puppe.

Ein nie­der­län­di­scher Juden­stern auf den Glei­sen, die in der Aus­stel­lung zum Asche­hü­gel von Sobi­bor führen.

Eva Sze­pesi wäh­rend ihrer Lesung am 27. Januar im Hor­váth Zen­trum. Als 12 jäh­rige wurde sie in Ausch­witz befreit.

Sal­men Gra­dow­ski war im KZ Auschwitz-Birkenau Mit­glied des Son­der­kom­man­dos. Er schrieb über die Arbeit, die er in den Gas­kam­mern und Kre­ma­to­rien leis­ten musste.

Mit einem Last­wa­gen wur­den 34 junge Frauen der KZ Außen­stelle Wall­dorf Anfang Okto­ber 1944 abtrans­por­tiert und erschos­sen. Namens­kar­ten mit bio­gra­fi­schen Details erin­nern zwi­schen den alten Back­stei­nen des Lagers an jede Ein­zelne von ihnen.

 

Agnes Bühel war 18 Jahre alt, als sie in Wall­dorf inhaf­tiert war.

 

Ihre Schwes­ter Rózsi war damals eben­falls hier inhaf­tiert. Beide gin­gen nach der Befrei­ung zurück in ihre Hei­mat­stadt Budapest.

 

Fin­ger­ab­druck von Frida Grün­feld. Sie wurde kurz vor der Befrei­ung des KZ Ravens­brück getö­tet. Von ihr exis­tiert kein Foto — nur die­ser Fin­ger­ab­druck. Ihre Enke­lin fand ihn nach 15-jähriger Suche in einem Archiv.

 

Unser ers­ter Bei­trag am 3. Mai war ein Por­trät über Can Dündar.  Den Bei­trag lesen Sie hier.

 

Unser Bei­trag am 4. Mai war ein Por­trät über Meşale Tolu Çorlu.Den Bei­trag lesen Sie hier.

 

Unser Bei­trag am 5. Mai war ein Por­trät über Sedig­heh Vas­maghi Den Bei­trag lesen Sie hier.

 

Vol­taire mit dem berühm­ten, ihn cha­rak­te­ri­sie­ren­den Zitat: „Er löste von den Augen der Völ­ker die Bande des Irr­tums.” Die per­sön­li­chen State­ments fin­den Sie hier.

 

Die Jour­na­lis­tin Kate­rina And­re­jewa wurde von einem Minsker Gericht zu zwei Jah­ren Straf­la­ger ver­ur­teilt. Ange­klagt wurde sie, weil sie zusam­men mit ihrer Kol­le­gin Darja Tschul­sowa eine oppo­si­tio­nelle Demons­tra­tion gedreht und per Livestream über­tra­gen hatte.

 

Die jüd. Volks­hoch­schule Frank­furt bie­tet Hebrä­isch– und Jiddisch-Sprachkurse an, Semi­nare über jüd. Reli­gi­ons­phi­lo­so­phie, Koch– und Tanz­kurse sowie zahl­rei­che Aus­flüge und online-Gespräche.

 

Der Frank­fur­ter Leh­rer Roberto Fabian lei­tet die jüd. Volks­hoch­schule und mode­riert auch die hier ange­kün­dig­ten online-Gespräche.

 

TuS Mak­kabi ist einer der größ­ten Sport­ver­eine Frank­furts mit über 2.000 akti­ven jüdi­schen und nicht­jü­di­schen Mit­glie­dern in 25 Abteilungen.

 

Diese aus unse­rer Sicht exzel­lente Home­page benannt zahl­rei­che kon­krete Bei­spiele, wie man auf anti­se­mi­ti­sche Äuße­run­gen im All­tag rea­gie­ren kann. Erar­bei­tet wurde sie von der ZEIT-Stiftung Ebe­lin und Gerd Bucerius in Koope­ra­tion mit vie­len ande­ren Organisationen.

 

Die 1988 in Frank­furt gegrün­dete jüdi­sche Volks­hoch­schule hat ihren Sitz im jüdi­schen Gemein­de­zen­trum. Ihre Ange­bote rich­ten sich an alle, die Inter­esse an jüdi­schem Leben, Kul­tur, Reli­gion und Phi­lo­so­phie haben.

 

Mel­den Sie Hass-Kommentare, die Sie im Inter­net Fin­den. Die Horváth-Stiftung unter­stützt die­ses Pro­gramm des Hess. Innen­mi­nis­te­ri­ums und eini­ger NGOs. Funk­tio­niert schnell und ein­fach — Das Mel­de­for­mu­lar fin­den Sie hier. Grund­sätz­li­ches zu die­sem Pro­gramm in die­sem Clip oder auch hier

 

Ver­an­stal­ter ist die Margit-Horváth-Stiftung in Koope­ra­tion mit:

 

… in Koope­ra­tion mit der Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­stelle Süd­hes­sen (adi­net) und deren enga­gier­ter Mit­ar­bei­te­rin Anja Ostrowski.

 

Daniel Neu­mann ist Rechts­an­walt. Seit 2006 ist er Direk­tor des Lan­des­ver­ban­des der Jüdi­schen Gemein­den in Hes­sen und seit 2017 auch Vor­sit­zen­der der Jüdi­schen Gemeinde Darm­stadt. Daniel Neu­mann gehört zahl­rei­chen Gre­mien an: So ist er z.B. Rich­ter des Schieds­ge­richts beim Zen­tral­rat der Juden in Deutsch­land. In Hes­sen ist er u.a. Mit­glied des Rund­funk­ra­tes des Hes­si­schen Rundfunks.

 

 

 

Bern­hard Brehl  (1941 — 2020)
“Er war eine beein­dru­ckende Per­sön­lich­keit,” beschreibt ihn die Jour­na­lis­tin Ursula Friedrich.

 

B. Brehl spricht vor dem Abschieds­es­sen mit ehem. Inhaf­tier­ten der KZ-Außenstelle Wall­dorf und deren Ange­hö­ri­gen, 2014

 

 

“Der Opti­mis­mus bleibt ver­hal­ten.“
Aus: Freitags-Anzeiger vom 26. Sept. 2019

 

“Eine Abschie­bung ist unver­ant­wort­lich.“
Aus: Frank­fur­ter Neue Presse vom 24. Sept. 2019

 

Poli­tik­wis­sen­schaft­ler und Rechts­ex­tre­mis­mus­ex­perte Fabian Jellonnek

Wir über­las­sen der Neuen Rech­ten weder die öffent­li­chen Räume noch den öffent­li­chen Dis­kurs” — ein zen­tra­ler Slo­gan der Orga­ni­sa­tion “Achtsegel”.

Logo der Orga­ni­sa­tion “Acht­se­gel”, die vor allem Stra­te­gien gegen Hate-speech und rechts­po­pu­lis­ti­sche Pro­pa­ganda im Netz entwickeln.

 

Die Auto­bio­gra­phie des Obdach­lo­sen Richard Brox wurde zum Bestseller.

 

Gün­ter Wall­raff (li.) bit­tet Richard Brox um Insider-Informationen zu den unge­schrie­be­nen Regeln in der Szene der Obdachlosen.

 

Obdach­lo­ser in einer Not­un­ter­kunft in Düsseldorf.

 

Obdach­lo­sen­un­ter­kunft in Hannover.

 

Elea­nor Roo­se­velt, Akti­vis­tin und enga­gierte Mit­ver­fas­se­rin der Men­schen­rechts­er­klä­rung. Am 10. Dez. 1948 ver­kün­dete sie in Paris, dass die Men­schen­rechts­er­klä­rung ange­nom­men sei und diese nun “für Mil­lio­nen von Men­schen Hilfe, Weg­wei­ser und Inspi­ra­tion sein würde.”

 

Arti­kel 1 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Menschenrechte

 

 

 

Claus Leg­ge­wie

 

 

 

Lea Anthes bei den Vor­be­rei­tun­gen des Besuchs im Horváth-Zentrum.

 

Ein­ge­la­den zu die­sem Besuch waren unse­rer­seits Men­schen, mit denen wir in den letz­ten Jah­ren inten­siv er zusammen“wirkten.”

 

Cor­ne­lia Rüh­lig skiz­ziert kurz die Bio­gra­phien ein­zel­ner ehem. Inhaf­tier­ter des Wall­dor­fer Lagers und ver­weist dabei u.a. auch auf die bei­den Fotos von Miriam Hel­ler — im Dezem­ber 1942 ein opti­mis­ti­sches, hüb­sches 15-jähriges Mäd­chen, auf dem Foto 2,5 Jahre spä­ter im Juni 1945 sieht man sie als völ­lig gebro­chene junge Frau.

 

Myriam And­res, Geschichts­leh­re­rin der Ricarda-Huch-Schule Drei­eich, spricht über zahl­rei­che Pro­jekte, die sie mit ihren Schüler*innen bei der Horváth-Stiftung durch­führte — dar­un­ter auch mehr­fach Aus­gra­bungs­ar­bei­ten des nun über­bau­ten Küchen­kel­lers (Horváth-Zentrum).

 

Björn Ham­bur­ger, Geschichts­leh­rer und Ober­stu­fen­lei­ter der Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden-Walldorf, betont die beson­dere Bedeu­tung, die die­ser his­to­ri­sche Ort für seine Schule und seine Schüler*innen besitzt. Diese Wir­kung könne mit kei­nem Lehr­buch und in kei­nem Schul­zim­mer erreicht werden.

 

Anisa Dön­mez spricht über das inter­na­tio­nale Radio­pro­jekt, an dem sie teil­nahm: Jugend­kul­tur in Teheran.

 

 

 

 

 

Es war mutig von der 15-jährigen Schü­le­rin aus uito, dass sie bei die­ser Ver­an­stal­tung spon­tan ihre Grund­hal­tung öffent­lich for­mu­lierte. Dies war ihr aber — trotz der eige­nen Scheu — ein gro­ßes Anliegen.

 

 

 

 

 

Gleich­zei­tig wurde die Tafel 14 am alten Stand­ort wie­der neu auf­ge­stellt.
Beschrie­ben wird auf die­ser Tafel, wie zer­stört viele der jun­gen KZ-Häftlinge am Ende des Krie­ges, am Tage der Befrei­ung waren. “Ich meine, wir waren im Inne­ren wie tot …” sagt die damals 16-jährige Szi­dó­nia Rosenberg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Junge Tehe­ra­ne­rin­nen in Jeans und mit Hijab, 2017.

 

Straße in Tehe­ran mit Blick auf die schnee­be­deck­ten Berge.

 

Junge Leute in Tehe­rans Stra­ßen, 2017.

 

Tehe­ra­ner Musi­ke­rin­nen wäh­rend eines Auf­tritts, das Del­win Ensemble.

 

Stra­ßen­szene in Teheran.