Die Woche der Meinungsfreiheit 3. — 10. Mai 2021 — Wir sind dabei!

Das Logo des Bör­sen­ver­eins des Deut­schen Buch­han­dels für ihre Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen — dies sind z. B. Amnesty Inter­na­tio­nal, Bil­dungs­stätte Anne Frank, Ein­tracht Frank­furt, Frank­fur­ter Buch­messe, Repor­ter ohne Gren­zen, PEN-Zentrum Deutsch­land und auch die Margit-Horváth-Stiftung u.v.a.m.

Täg­li­che Porträts”

Mei­nungs­frei­heit ist ein Men­schen­recht. Doch ver­mehrt wer­den Men­schen, die ihre Mei­nung äußern, bedroht und ange­grif­fen. Um für diese Ent­wick­lung ein grö­ße­res Bewusst­sein zu schaf­fen, initi­ierte der Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels 2021 erst­mals die Woche der Mei­nungs­frei­heit statt.

Die Margit-Horváth-Stiftung betei­ligt sich daran mit täg­li­chen Por­träts von Auto­rin­nen und Auto­ren, die wegen Ein­schrän­kung der Mei­nungs­frei­heit in ihren Län­dern bedroht und ver­folgt wur­den. Das Datum ist nicht zufäl­lig gewählt: Die Aktion star­tet am Inter­na­tio­na­len Tag der Pres­se­frei­heit (3. Mai) und endet am Tag der Bücher­ver­bren­nung in Deutsch­land am 10. Mai. Bun­des­weit fin­den in die­ser Woche zahl­rei­che Ver­an­stal­tun­gen, Aktio­nen und Kam­pa­gnen statt.

Wir began­nen am 3. Mai mit einem Bei­trag über den tür­ki­schen Jour­na­lis­ten Can Dündar, der wegen eines Arti­kels über ille­gale Waf­fen­lie­fe­run­gen von Prä­si­dent Erdo­gan an isla­mis­ti­sche Rebel­len­grup­pen in Syrien poli­tisch ver­folgt wird und des­we­gen seit 2016 in Deutsch­land lebt. Im Okto­ber 2021 wird er Gast der Margit-Horváth-Stiftung sein.

Im fol­gen­den Bei­trag schrie­ben wir über die deutsch-türkische, kur­di­sche Jour­na­lis­tin Meşale Tolu, die im April 2017 in Istan­bul ver­haf­tet wurde. Was man ihr kon­kret vor­warf, wurde zum Teil noch nicht ein­mal ihren Anwäl­ten mit­ge­teilt, da die Akte einen „Geheim­hal­tungs­be­fehl“ enthielt.

Das fol­gende Por­trät über die ira­ni­sche Juris­tin und Men­schen­rechts­ak­ti­vis­tin Sedig­heh Vas­maghi schil­dert eine Frau, die — wohl wis­send, dass eine Gefäng­nis­strafe auf sie war­tet — in ihr Hei­mat­land zurück­kehrt. “Ich möchte frei leben — und sei es in einer Gefäng­nis­zelle. Die hohen Mau­ern und die Eisen­stan­gen eines Gefäng­nis­ses wer­den mich nicht klein­krie­gen.

Thaung si. ein Land­wirt­schafts­leh­rer im Nor­den von Myan­mar. Er gehört zur Gruppe der Lisu, einer christ­li­chen Minderheit.

Zwei Bei­träge zu den Phil­ip­pi­nen und Myan­mar zeig­ten die Betrof­fen­heit einer brei­ten Bevöl­ke­rung, in der schon jedes im All­tag gespro­chene Wort und jedes Ver­hal­ten zur Gefahr wer­den kann. Die Angst davor, dass Pri­vat­ge­sprä­che abge­hört wer­den, die all­täg­li­che Erfah­rung, dass eine Sol­dat neben einem Leh­rer steht, um dafür zu sor­gen, dass kein “fal­sches” Wort gespro­chen wird … Sol­che Bei­spiele stan­den in die­sen Bei­trä­gen im Fokus — jeweils ein­ge­bet­tet in die all­ge­meine Lage der Unter­drü­ckung der Mei­nungs­frei­heit in die­sen Län­dern. Vor allem in Myan­mar ist diese Situa­tion der­zeit beson­ders gefährlich.

Selbst­zen­sur, chi­ne­sisch “Zìwǒ shěn­chá”, ist, was sich viele Inter­net­platt­for­men in China selbst auf­er­le­gen — aus Angst, dass sie die meist vagen Vor­ga­ben der Regie­rung nicht einhalten.

In einem Bei­trag über die aktu­elle Situa­tion in China wird beschrie­ben, wie die Mei­nungs­frei­heit durch die Kon­trolle des Inter­nets in den letz­ten Jah­ren in ekla­tan­ten Schrit­ten wei­ter ein­ge­schränkt wurde — kon­kret: durch den Zwang, sich mit dem eige­nen Namen regis­trie­ren zu müs­sen oder dadurch, dass die Anbie­ter der Inter­net­platt­for­men nun für die Inhalte ver­ant­wort­lich gemacht wer­den. Gefähr­det sind die Autor*innen von Inter­net­bei­trä­gen nicht nur wegen ihres kri­ti­schen Inhalts; ein wei­te­res, nicht uner­heb­li­ches Kri­te­rium ist auch die Häu­fig­keit, mit der sie auf­ge­ru­fen wer­den. D.h. je mehr Zustim­mung eine for­mu­lierte Kri­tik fin­det, desto schnel­ler und hef­ti­ger rea­giert der Staat.

Mit drei per­sön­li­chen State­ments zur aktu­el­len deut­schen Debatte zur Mei­nungs­frei­heit in Zei­ten von Corona und Quer­den­ker­be­we­gung rich­ten wir den Blick auf das eigene Land.

“Die Welt­bühne” (März 1929) hrsg. von Kurt Tucholsky und Carl von Ossietzky. .

Am 10. Mai, dem letz­ten Tag der “Woche der Mei­nungs­frei­heit” brach­ten wir einen Bei­trag zur aktu­el­len Situa­tion in Bela­rus am Bei­spiel von drei Jour­na­lis­tin­nen, die ver­folgt bzw. im Straf­la­ger sind weil sie über Demons­tra­tio­nen berichteten.

Zudem nah­men wir an die­sem Tag mit Zita­ten von Erich Käs­t­ner und Oskar Maria Graf auf die Bücher­ver­bren­nung Bezug, die in allen grö­ße­ren Städ­ten vor 88 Jah­ren stattfand.

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Kurt Tuchols­kys Name stand bereits auf der ers­ten Aus­bür­ge­rungs­liste der NS-Regierung vom August 1933. Carl von Ossietzky wurde schon Ende Februar 1933 ver­haf­tet und starb 1938 an den Fol­gen der KZ-Haft. 1936 bekam er den Friedensnobelpreis.

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Alle Bei­träge sind wei­ter­hin auf unse­rer Home­page ver­füg­bar unter den Links zu den ent­spre­chen­den Themen.

Online-Gespräch mit jungen Frankfurtern: Antisemitismus auf dem Fußballplatz, in der Schule und bei der Gedenkstätte

Die Jungs der U 13 Mann­schaft des jüdi­schen Sport­ver­ein Mak­kabi Frank­furt beim Training.

Anti­se­mi­tis­mus fin­det nicht ein­fach „irgendwo“ statt, son­dern mit­ten in unse­rer Gesell­schaft. Anti­se­mi­tisch begrün­de­tes Mob­bing gehört zum All­tag in Frank­fur­ter Schu­len und auf Fuß­ball­plät­zen. Es ist wich­tig dies öffent­lich zu benen­nen. Aber es ist auch an der Zeit, dage­gen gezielt Hand­lungs­stra­te­gien zu ent­wi­ckeln, aktiv und krea­tiv zu sein in dem Augen­blick, in dem dies passiert.

Frank­fur­ter Jugend­li­che berich­ten von ein­zel­nen kon­kre­ten For­men der Dis­kri­mi­nie­rung und wie sie rea­gier­ten. Ver­bun­den wird dies mit kur­zen Inter­views mit Ver­tre­tern des jüd. Sport­ver­bands Mak­kabi Deutsch­land und des jüd. Muse­ums Frankfurt.

Gesprächs­part­ner sind:

  • Finn Löff­ler, ehem. Schulsprecher
  • Klaus Holl, ehem. Schuldirektor
  • Man­fred Levy, jüd. Museum Frankfurt
  • Jugend­fuß­ball­spie­ler des Frank­fur­ter jüd. Sport­ver­eins Makkabi
  • Luis Engel­hardt, Lei­ter des Fuß­ball­pro­jek­tes „Kein Platz für Antisemitismus“

Mode­ra­tion: Roberto Fabian (jüd. VHS) und Cor­ne­lia Rüh­lig (Stiftung)


Diens­tag, den 23. Februar 2021, 15:00 – 16:30

Eine gemein­same Ver­an­stal­tung der jüdi­schen Volks­hoch­schule Frank­furt und der Margit-Horváth-Stiftung.

Das Gespräch ist nun auch bei youtube ein­ge­stellt und damit jeder­zeit verfügbar.

Online-Gespräch zum Gedenktag der Befreiung des KZ Auschwitz

Das Horváth-Zentrum erhebt sich über den frei­ge­leg­ten Mau­er­res­ten eines Bara­cken­kel­lers. Dies war 1944 Teil einer KZ-Außenstelle. Im Kel­ler wur­den junge unga­ri­sche Jüdin­nen bru­tal geschla­gen — zum Teil bis zum Tode. Das 2016 eröff­nete Zen­trum ist heute Gedenk– und Bil­dungs­stätte ins­be­son­dere für junge Menschen.

Am 27. Januar 1945 befreien Sol­da­ten der Roten Armee das KZ Ausch­witz. Nur 7.000 Gefan­gene sind damals dort noch am Leben. Min­des­tens 1,1 Mil­lio­nen Men­schen wur­den in Ausch­witz ermordet.

1944 bestand in Wall­dorf eine KZ-Außenstelle, in der 1.700 junge unga­ri­sche Jüdin­nen inhaf­tiert waren. Im August kamen sie mit einem Trans­port direkt von Auschwitz-Birkenau hier­her. Ende Novem­ber wur­den sie völ­lig ent­kräf­tet in das KZ Ravens­brück wei­ter deportiert.

Bei Kriegs­ende leb­ten von die­sen 1.700 Mäd­chen und jun­gen Frauen nur noch 330. In den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten haben sich viele Men­schen aus Mörfelden-Walldorf um die Auf­ar­bei­tung der Geschichte die­ses Lagers geküm­mert, etli­che Aus­gra­bun­gen gemein­sam mit Jugend­li­chen durch­ge­führt und viele Kon­takte zu Über­le­ben­den des Lagers und deren Fami­lien aufgebaut.

Wie wurde die Geschichte die­ses Lagers auf­ge­ar­bei­tet? Wel­che archi­tek­to­ni­sche Idee steckt in dem unge­wöhn­li­chen und ein­drucks­vol­len Zen­trum? Zu wel­chen The­men wird heute dort gear­bei­tet? Wel­che Rolle spie­len dabei aktu­elle For­men des Antisemitismus?

Dazu führt der Lei­ter der jüdi­schen Volks­hoch­schule Frank­furt, Roberto Fabian, am 27. Januar 2021, 14:00 — 15:00 ein online-Gespräch mit der Vor­sit­zen­den der Margit-Horváth-Stiftung Cor­ne­lia Rüh­lig und der Enke­lin einer Über­le­ben­den der KZ-Außenstelle Wall­dorf Katja Schüler.

Daran kön­nen Sie und könnt ihr gerne online teil­neh­men. Die Teil­nahme ist kostenlos.

Hate speech im Internet und das Aktionsprogramm #HessengegenHetze

Hate­speech“ – zu Deutsch: Hass­rede – bezeich­net aggres­sive und men­schen­ver­ach­tende Posts im Netz. Sie kön­nen im Prin­zip gegen jede*n von uns gerich­tet wer­den. Bestimmte Grup­pen sind beson­ders betrof­fen – z.B. wegen ihrer Haut­farbe, der natio­na­len oder sozia­len Her­kunft, Sexua­li­tät, Geschlecht, Behin­de­rung oder auch der Reli­gion. Rechts­ex­treme pos­ten mas­siv Hate­speech, um ihre Ideo­lo­gie und men­schen­ver­ach­tende Ein­stel­lun­gen zu ver­brei­ten. Auch Haken­kreuze im Schul­hof oder Bus­sen sind keine Seltenheit.

Hate­speech ver­letzt die Würde des Menschen.

Dazu bie­ten wir nun eine online-Veranstaltung an – nicht zufäl­lig gerade am 10. Dezem­ber, dem Tag, an dem 1948 die UNO-Menschenrechtser-klärung unter­schrie­ben wurde, damals eine Kon­se­quenz und Lehre aus dem unfass­ba­ren Grauen des Zwei­ten Weltkrieges.

Alle Men­schen sind frei und gleich an Würde und Rech­ten gebo­ren. Sie sind mit Ver­nunft und Gewis­sen begabt und sol­len ein­an­der im Geiste der Brü­der­lich­keit begeg­nen,“ heißt es dort in Art. 1.

Ein­stün­dige Online-Veranstaltung:

Don­ners­tag, den 10. Dez. 10 Uhr und 19.30 Uhr

Anmel­dung ist erfor­der­lich! Unter: info@margit-horvath.de

In der jeweils ein­stün­di­gen Ver­an­stal­tung wer­den wir zunächst Orga­ni­sa­tio­nen vor­stel­len, die sich mit dem Mob­bing unter Jugend­li­chen beschäf­ti­gen und dazu kon­krete Hilfe sowie Trai­nings­pro­gramme (Counterspeech/Gegenrede u.ä.) anbieten.

Anschlie­ßend wer­den Mit­ar­bei­ter des Hess. Innen­mi­nis­te­ri­ums über das neue, ein­fach zu hand­ha­bende Mel­de­sys­tem „Hes­sen gegen Hetze(Teil des Hes­sen Cyber­Com­pe­tence­Cen­ter – Hessen3C) informieren.

Ziel des neuen Mel­de­sys­tems ist es, Hass­kom­men­tare, ver­bo­tene Sym­bole und extre­mis­ti­sche Inter­ne­tin­halte schnell zu erfas­sen, den Betrof­fe­nen mög­lichst unkom­pli­ziert Unter­stüt­zung zu geben und gege­be­nen­falls auch eine effi­zi­ente Straf­ver­fol­gung in Gang zu setzen.

Men­schen­ver­ach­tende Äuße­run­gen haben eine nicht zu unter­schät­zende bedroh­li­che Bedeu­tung: Sie belas­ten Jugend­li­che, Schule, Eltern und die Gesell­schaft insgesamt.

Die Ver­an­stal­tung wird unter­stützt vom För­der­ver­ein der Bertha-von-Suttner-Schule, der Schul­lei­te­rin Frau Ute Zel­ler, dem Museum der Stadt Mörfelden-Walldorf, dem Inte­gra­ti­ons­büro der Stadt Mörfelden-Walldorf sowie dem Büro für Inte­gra­tion Fach­stelle gegen Rechts­ex­tre­mis­mus und Ras­sis­mus Kreis Groß-Gerau.

Wer beherrscht die Welt? Warum Verschwörungstheorien die Demokratie gefährden.

Daniel Neu­mann, Direk­tor des Lan­des­ver­ban­des der jüdi­schen Gemein­den in Hes­sen spricht im Mör­fel­der Bür­ger­haus über die Gefahr von Verschwörungstheorien.

Don­ners­tag, 10. 9. 2020 , 19 Uhr

Bür­ger­haus Mörfelden


Wäh­rend der Ver­an­stal­tung ist Mund– und Nasen­schutz zu tragen.

Ver­schwö­rungs­theo­rien haben der­zeit wie­der Hoch­kon­junk­tur. So müs­sen wir sehr ernst­haft zahl­rei­che Fra­gen stel­len: Wie ist es mög­lich, dass in einer Welt mit umfas­sen­den wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen über Mensch und Natur ein Virus die ganze Welt lähmt? Wird uns von „den“ Poli­ti­kern und „den“ öffent­li­chen Medien über die Ent­ste­hung und Ver­brei­tung die­ses Virus etwas ver­schwie­gen, um von den wah­ren Ursa­chen abzu­len­ken? Stellt das Coro­na­vi­rus über­haupt die von den Regie­run­gen behaup­tete große Gefahr dar?  Oder geht es eigent­lich nur darum, das Virus zu nut­zen, um das öffent­li­che Leben unter die Kon­trolle „der Herr­schen­den“ zu brin­gen – die Demo­kra­tie also suk­zes­sive zu beseitigen?

wei­ter­le­sen …

Wir trauern um Bernhard Brehl, den Mitbegründer und langjährigen Kuratoriumsvorsitzenden der Horváth-Stiftung.

Bür­ger­meis­ter Bern­hard Brehl (re.) und Gábor Gold­man unter­zeich­nen gemein­sam den Ver­trag zur Grün­dung der Margit-Horváth-Stiftung,
Wall­dor­fer Rat­haus, 11. Juli 2004.

“Die Begeg­nun­gen mit den ehe­ma­li­gen jüdi­schen Mit­bür­gern Mör­fel­dens und den ehe­ma­li­gen jüdi­schen Häft­lin­gen der KZ-Außenstelle Wall­dorf waren für mich per­sön­lich die wich­tigs­ten Tage in mei­ner mehr als 30-jährigen Amts­zeit als Bür­ger­meis­ter von Mörfelden-Walldorf,” sagte Bern­hard Brehl in der Rück­schau auf sein Enga­ge­ment für diese Stadt.

Mit Über­zeu­gung und Ent­schlos­sen­heit hat er — auch gegen Wider­stände — für die kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit der Geschichte von Mörfelden-Walldorf gekämpft. Nur so war es mög­lich, dass im Juli 2004, nach jah­re­lan­gen Recher­chen und Kon­takt­auf­nah­men mit Über­le­ben­den der KZ-Außenstelle Wall­dorf, die Margit-Horváth-Stiftung gegrün­det wer­den konnte. Bis zur Fer­tig­stel­lung und Eröff­nung des Horváth-Zentrums (2016/17) arbei­tete Bern­hard Brehl als ihr Kuratoriumsvorsitzender.

Wir sind ihm vol­ler Dank­bar­keit, Sym­pa­thie und in hohem Respekt verbunden.

Wei­ter­le­sen…

Gegen die Abschiebung des iranischen Ehepaares Maria Pourbakshi und Hamidreza Mohamadkhari

Die Margit-Horváth-Stiftung enga­giert sich, um die dro­hende Abschie­bung der Bei­den zu ver­hin­dern. Wir haben eine Peti­tion online gestellt, wir sam­meln Geld, um zu hel­fen die Anwalts­kos­ten zu bezah­len, wir füh­ren Info­ver­an­stal­tun­gen durch und unter­stüt­zen Solidaritätskonzerte.

Die Ver­an­stal­tung am Sonn­tag, 22. Sep­tem­ber 2019, 18 Uhr, im Horváth-Zentrum wird über die aktu­elle Situa­tion von Hamid Moha­ma­dkhari und Maria Pour­bak­shi infor­mie­ren und, um dies bes­ser ein­schät­zen zu kön­nen, wird gleich­zei­tig die Situa­tion der poli­ti­schen Ver­fol­gung im Iran cha­rak­te­ri­siert wer­den. Damit will der „Unter­stüt­zer­kreis“ und die Margit-Horváth-Stiftung dem Pro­test gegen die dro­hende Abschie­bung der  Bei­den wei­te­ren Aus­druck verleihen.

Der Rechts­an­walt  von Hamid Moha­ma­dkhari und Maria Pour­bak­shi hat mit einem Eil­an­trag Ein­spruch gegen ihre dro­hende Abschie­bung erho­ben. Am 18. Sep­tem­ber wird dar­über ein Gericht in Wies­ba­den entscheiden.

Wei­ter­le­sen …

Die Identitäre Bewegung — Rechtsextreme Positionen im modernen Gewand

Die „Iden­ti­täre Bewe­gung“ ist mit ihrer Selbst­in­sze­nie­rung über Social Media höchst erfolg­reich, obwohl sie im deut­schen All­tag – im Unter­schied z. B. zu Frank­reich — noch rela­tiv klein ist.

Beleuch­tet wer­den beim Podi­ums­ge­spräch die Geschichte der iden­ti­tä­ren Bewe­gung, ihre ideo­lo­gi­schen Hin­ter­gründe sowie die Struk­tu­ren und Stra­te­gien der Vermarktung.

Fabian Jel­lon­nek ist ein her­aus­ra­gen­der Experte in die­ser The­ma­tik. Er arbei­tete als Bera­ter gegen Rechts­ex­tre­mis­mus und lei­tete den Bereich poli­ti­scher Extre­mis­mus bei Jugendschutz.net.

Jel­lon­nek ist Grün­der der Orga­ni­sa­tion  Achtsegel.org. Ihr Schwer­punkt liegt auf der Ent­wick­lung von Stra­te­gien gegen Hate-Speech und rechts­po­pu­lis­ti­sche Pro­pa­ganda im Netz.

Wie men­schen­ver­ach­tend, wie gefähr­lich ist das Gedan­ken­gut der Iden­ti­tä­ren für unsere demo­kra­ti­sche Ord­nung?

Hier vorab schon mal einige Ant­wor­ten auf diese Frage:

Sie stre­ben eine natio­nale Homo­ge­ni­tät an.

Sie wol­len keine Frem­den und keine Ver­mi­schung der Kulturen.

Per­so­nen aus der Nazi­zeit wer­den reingewaschen.

Für die Iden­ti­täre Bewe­gung ist die Gegen­wart deka­dent, weil sie Men­schen mit unter­schied­li­chen sexu­el­len Ori­en­tie­run­gen oder mit Behin­de­run­gen akzeptiert.

Bei der her­bei­ge­sehn­ten bür­ger­kriegs­ähn­li­chen Situa­tion wür­den Gen­der­for­schung, Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ge­setze und die Sozi­al­hilfe wegfallen.

Man arbei­tet mit Begrif­fen wie „Kopftuch“,“Integrationslüge“,“oder „Volks­ver­rat“, um die Hege­mo­nie über den öffent­li­chen Dis­kurs zu erhalten.

Man ver­sucht eine bür­ger­li­che Fas­sade mit rebel­li­schem Ges­tus auf­zu­bauen, um junge Men­schen für eine soge­nannte „Mit­mach­be­we­gung“ zu gewin­nen. Die tat­säch­li­chen Struk­tu­ren sind jedoch geschlos­sen und hierarchisch.

Nied­rig­schwel­lige Kon­takt­an­ge­bote wer­ben für ras­sis­ti­sches Gedan­ken­gut oder für Aktio­nen gegen die libe­rale Demokratie.

Die Iden­ti­tä­ren sind gut ver­netzt mit der AFD und deren Jugendorganisation.

Lite­ra­tur­tipp: Exper­tise  von F. Jel­lon­nek und P. Rei­nesch zur Medi­en­nut­zung der Neuen Rech­ten – darin auch zur Iden­ti­tä­ren Bewe­gung:  hier

Pres­se­be­richt­er­stat­tung zur Veranstaltung

Kein Dach über dem Leben” — Podiumsgespräch mit Richard Brox

Kom­men­den Sonn­tag (27. Jan.) wird Richard Brox um 17 Uhr zu einem Podi­ums­ge­spräch ins Mör­fel­der Museum kommen.

Brox ist Deutsch­lands sog. „berühm­tes­ter Obdach­lo­ser“. Er lebte 30 Jahre lang auf der Straße.

Er arbei­tete mit Gün­ter Wall­raff zusam­men, beriet ihn bei sei­nem Film „Unter null“ und ist nun selbst Bestsellerautor.

In sei­nem Buch „Kein Dach über dem Leben“ beschreibt er ein­drucks­voll seine schwie­rige Kind­heit u.a. mit Gewalt­er­fah­run­gen in Kin­der– und Jugend­hei­men, anschlie­ßend Dro­gen– und Alko­hol­sucht und Obdachlosigkeit.

Wer auf der Straße lebt, muss ler­nen, Gewalt, Hass, Hun­ger und Kälte zu ertra­gen. Für Richard Brox war die Straße aber auch ein Ort der Frei­heit und Selbst­be­stim­mung. Als Ber­ber hat er seine Würde nie ver­lo­ren. Er schaffte den Neu­an­fang und schal­tete eine Web­seite mit Tipps, Adres­sen und Bewer­tun­gen von sozia­len Anlauf­stel­len für „seine Brü­der“. So wurde er zu Deutsch­lands berühm­tes­ten Obdachlosen.

Jetzt hat er seine Bio­gra­fie geschrie­ben, hat sich sei­nen Trau­mata und Ängs­ten gestellt.

Mit dem Geld, das er über sein Buch und über Vor­träge ein­nimmt, will er ein Hos­piz und Hotel für Obdach­lose grün­den, will nun die Hilfe, die er selbst erfah­ren hat, weitergeben.

Mit ihm spricht Ulrike Hol­ler über Not­un­ter­künfte, Anlauf­stel­len, Armut in Deutsch­land, Hartz IV, den Man­gel an Woh­nun­gen und über den Umgang der Behör­den mit Obdachlos

Zur Pres­se­be­richt­er­stat­tung …

Vorab-Telefoninterview des Schü­ler­prak­ti­kan­ten Lukas Mau­rer mit Richard Brox:

Herr Brox, Sie sagen in Inter­views, dass die Obdach­lo­sen in vie­len Unter­künf­ten wie Dreck behan­delt wer­den. Was mei­nen Sie kon­kret damit?

Zum Bei­spiel: Du kommst in eine Not­un­ter­kunft, dort gibt es zwei Toi­let­ten. Die eine ist kaputt oder abge­schlos­sen und die andere ist ein­fach dre­ckig. Und wenn du wenigs­tens Toi­let­ten­pa­pier haben möch­test, ant­wor­tet dir der Mit­ar­bei­ter: „Du kannst ja wie­der gehen, wenn es dir hier nicht passt.“ Ein ande­res Bei­spiel: Das Bett, das dir zuge­wie­sen wird, stinkt nach dem Urin des Vor­gän­gers. Wenn du dich dar­über beschwerst, ant­wor­tet dir der Betreuer wie­der das gleiche.

Grund­sätz­lich sollte man beim Schla­fen den Haut­kon­takt mit dem Bett ver­mei­den, um sich keine Krank­hei­ten, wie zum Bei­spiel die Krätze, Viren­er­kran­kun­gen oder Kopf­läuse zu holen. Außer­dem teilst du dein Zim­mer nor­ma­ler­weise mit vie­len ande­ren Per­so­nen. Die meis­ten Obdach­lo­sen sind krank, viele sind HIV posi­tiv. Und wegen den vie­len Kon­flik­ten unter­ein­an­der ist es wich­tig, dass an Wochen­en­den und Fei­er­ta­gen auch nachts Betreuer da sind, die man im Zwei­fels­fall anspre­chen kann.   Die ver­schie­de­nen Grup­pen — Alko­ho­li­ker, Dro­gen­ab­hän­gige, Spiel­süch­tige oder psy­chisch Kranke — soll man unter­ein­an­der leben las­sen, aber nicht ver­su­chen sie zusam­men zu brin­gen, weil es sonst leicht zu Kon­flik­ten kom­men kann.

Das Leben auf der Straße ist sehr hart ist. Kann man sich denn irgend­wie dage­gen schützen?

wei­ter­le­sen …

Jahrestag: 70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948 — 2018)

Aus Anlass des 70. Jah­res­ta­ges der Ver­kün­dung der all­ge­mei­nen Men­schen­rechte rufen wir dazu auf, sowohl in Mör­fel­den als auch in Wall­dorf eine Men­schen­kette zu bil­den — mit Text­le­sun­gen und abschlie­ßend einem Vor­trag, Musik und Video­schal­tun­gen nach Paris und Genf, dem heu­ti­gen Sitz des Menschenrechtsrates.

Mon­tag, den 10. Dezem­ber 2018 wol­len wir den 70. Jah­res­tag der Erklä­rung der Men­schen­rechte gemein­sam begehen.

Wir alle wis­sen, wie wich­tig es ist, dass wir uns wie­der ver­stärkt öffent­lich enga­gie­ren: Die wach­sende Wäh­ler­schaft für rechts­po­pu­lis­ti­sche Par­teien ist in sehr vie­len euro­päi­schen Län­dern erschre­ckend. Auch die Ten­denz, auto­ri­täre Poli­ti­ker und auto­kra­ti­sche Sys­teme zu unter­stüt­zen, nimmt zu. Und natür­lich gilt: Keine Demo­kra­tie ohne demo­kra­ti­sches Enga­ge­ment der Bür­ge­rin­nen und Bürger.

Daher haben wir für die­sen Jah­res­tag in bei­den Stadt­tei­len Aktio­nen vorbereitet:

Am Nach­mit­tag in Mörfelden:

Um 15:30 tref­fen wir uns vor dem Mör­fel­der Rat­haus, bil­den eine Men­schen­kette und zitie­ren dazu prä­gnante Pas­sa­gen aus Sté­phane Hes­sels berühm­ter Schrift „Enga­giert euch!

Sté­phane Hes­sel (1917 — 2013) stammt aus Ber­lin, emi­grierte mit sei­ner Fami­lie nach Frank­reich, leis­tete dort Wider­stand, wurde ver­haf­tet, floh nach Eng­land, kam ille­gal für die Resis­tance nach Frank­reich zurück, wurde erneut ver­haf­tet und ins KZ Buchen­wald depor­tiert. Nach Kriegs­ende wurde er UNO-Diplomat und for­mu­lierte die all­ge­meine Men­schen­rechts­er­klä­rung mit.

2010 schrieb er im Alter von 93 Jah­ren den ener­gie­rei­chen Text “Empört Euch!”, der inner­halb kür­zes­ter Zeit in 40 Spra­chen über­setzt und mil­lio­nen­fach ver­kauft wurde.

Am Abend in Wall­dorf:

Um 18:00 tref­fen wir uns an die­sem Tage in Wall­dorf, bil­den eine Men­schen­kette vom Horváth-Zentrum bis zum buddh. Frie­dens­zen­trum und lesen dabei die vor 70 Jah­ren in Paris ver­kün­dete All­ge­meine Men­schen­rechts­er­klä­rung.

Unter­stüt­zer­or­ga­ni­sa­tio­nen spre­chen zudem in bei­den Stadt­tei­len eigene Statements.

19:00 im buddh. Zen­trum: Video­schal­tun­gen nach Paris und Genf, Musik mit „Ori­en­tal Jazz Quar­tett“ und ein kur­zer Vor­trag von Nicole Bro­der, Mit­ar­bei­te­rin des Bil­dungs­zen­trums Anne Frank und anschlie­ßend natür­lich die Mög­lich­keit zur Diskussion.

 

 

 

In Çanakkale fotografiert Maria Pourbakhshi den Blick übers Mittelmeer Richtung EU. Hier wartet und hofft sie lange Zeit - ohne Erfolg.
In Çan­ak­kale foto­gra­fiert Maria Pour­bakhshi den Blick übers Mit­tel­meer Rich­tung EU. Hier war­tet und hofft sie lange Zeit — ohne Erfolg.

Blick aus dem Zimmer 405 im serbischen Flüchtlingscamp Montevideo. Dieses Land wieder zu verlassen, war ihr damals eigentlich untersagt.
Blick aus dem Zim­mer 405 im ser­bi­schen Flücht­lings­camp Mon­te­vi­deo. Die­ses Land wie­der zu ver­las­sen, war ihr damals eigent­lich untersagt.

 

Ágnes Klein, geb. 1927. Aufgewachsen in Jászberény, deportiert nach Auschwitz, Walldorf, anschließend in das KZ Ravensbrück. Dort wurde sie ermordet.
Ágnes Klein, geb. 1927. Auf­ge­wach­sen in Jász­be­rény, depor­tiert nach Ausch­witz, Wall­dorf, anschlie­ßend in das KZ Ravens­brück. Dort wurde sie ermordet.

Franciska Gellert, geb. 1905. Sie lebte in Ujpest bei Budapest mit ihrer Familie. Zusammen mit ihrer 13-jährigen Tochter Vera kam sie von Auschwitz hierher nach Walldorf.
Fran­ciska Gel­lert, geb. 1905. Sie lebte in Ujpest bei Buda­pest mit ihrer Fami­lie. Zusam­men mit ihrer 13-jährigen Toch­ter Vera kam sie von Ausch­witz hier­her nach Walldorf.

Ágnes Bühel, geb. 1926. Zusammen mit ihrer Schwester Rózsi wurde sie von Auschwitz nach Walldorf deportiert.
Ágnes Bühel, geb. 1926. Zusam­men mit ihrer Schwes­ter Rózsi wurde sie von Ausch­witz nach Wall­dorf deportiert.

 

Während einer größeren Erkrankung 1977 schrieb Magda Hollander-Lafon ihr erstes Buch, in dem sie Aspekte ihrer Erfahrungen in den KZs beschreibt.
Wäh­rend einer grö­ße­ren Erkran­kung 1977 schrieb Magda Hollander-Lafon ihr ers­tes Buch, in dem sie Aspekte ihrer Erfah­run­gen in den KZs beschreibt.

Magda Hollander-Lafon ca. zwei Jahre nach der Befreiung; ca. 1947
Magda Hollander-Lafon ca. zwei Jahre nach der Befrei­ung; ca. 1947

Sou­fle sur la braise, ver­öf­fent­licht 1997.
Sou­fle sur la braise, ver­öf­fent­licht 1997.

Vier Stück­chen Brot von Magda Hollander-Lafon, 2013.
Vier Stück­chen Brot von Magda Hollander-Lafon, 2013.

 

 

 

Busmantsi, ein bulgarisches Gefängnis für illegale Flüchtlinge, in dem Maria unter grauenvollen Bedingungen lange Zeit festgehalten wurde.
Bus­mantsi, ein bul­ga­ri­sches Gefäng­nis für ille­gale Flücht­linge, in dem Maria unter grau­en­vol­len Bedin­gun­gen lange Zeit fest­ge­hal­ten wurde.

Maria Pourbakhshi hat 2023 ihr Examen als Krankenschwester abgelegt.
Maria Pour­bakhshi hat 2023 ihr Examen als Kran­ken­schwes­ter abgelegt.

 

1944 war Alice Lipmann 24 Jahre. Sie musste an den Loren arbeiten von morgens bis abends.
1944 war Alice Lip­mann 24 Jahre. Sie musste an den Loren arbei­ten von mor­gens bis abends.

Christian Felten schlägt mit dem Hammer die größten Beulen aus der Lore.
Chris­tian Fel­ten schlägt mit dem Ham­mer die größ­ten Beu­len aus der Lore.

Schüler*innen bürsten sorgfältig den Rost von der Lore.
Schüler*innen bürs­ten sorg­fäl­tig den Rost von der Lore.

 

Friederike Fechner am Cello
Frie­de­rike Fech­ner am Cello

 

Frau Fechner während ihres Vortrages Im Horváth-Zentrum.
Frau Fech­ner wäh­rend ihres Vor­tra­ges Im Horváth-Zentrum.

 

Mit der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich arbeiten wir seit Jahren eng zusammen, haben daher auch bereits einen sehr effektiven Kooperationsvertrag mit ihr geschlossen.
Mit der Ricarda-Huch-Schule in Drei­eich arbei­ten wir seit Jah­ren eng zusam­men, haben daher auch bereits einen sehr gut funk­tio­nie­ren­den Koope­ra­ti­ons­ver­trag mit ihr geschlossen.

 

Auch mit der Dreieich-Schule Langen gibt  es jeden Jahr viele gute gemeinsame Projekte zum Thema Geschichte und Fragen der Diskriminierung heute.
Auch mit der Dreieich-Schule Lan­gen gibt es jeden Jahr viele gute gemein­same Pro­jekte zum Thema Geschichte und Fra­gen der Dis­kri­mi­nie­rung heute.

 

Und die Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf liegt uns natürlich ganz besonders am Herzen. Seit Jahrzehnten sind wir miteinander verbunden.
Und die Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf liegt uns natür­lich ganz beson­ders am Her­zen. Seit Jahr­zehn­ten sind wir mit­ein­an­der verbunden.

 

Sabi Uskhi, ein außergewöhnlich engagierter Mann, verkörpert förmlich die StreetAngel. Er war der Initiator und ist heute noch Motor dieser phantastischen Organisation „StreetAngel.“
Er ist eigentlich hauptberuflich Personal Trainer und Heilpraktiker. Die „StreetAngel“ organisiert er und seine Crew „nebenbei“.
Sabi Uskhi, ein außer­ge­wöhn­lich enga­gier­ter Mann, ver­kör­pert förm­lich die Stree­tAn­gel. Er war der Initia­tor und ist heute noch Motor die­ser phan­tas­ti­schen Orga­ni­sa­tion „Stree­tAn­gel.“ Er ist eigent­lich haupt­be­ruf­lich Per­so­nal Trai­ner und Heil­prak­ti­ker. Die „Stree­tAn­gel“ orga­ni­siert er und seine Crew „nebenbei“.

Vasi­lios Tsa­rouchas, ehemals Obdachloser, heute in tragender Funktion bei den "StreetAngel" - bei der Lagerverwaltung, der Verteilung der Essen und vielen anderen Arbeiten. Er und Sabi gingen einst in die gleiche Grundschulklasse. Ein großes Vertrauen verbindet die Beiden.
Vasi­lios Tsa­rouchas, ehe­mals Obdach­lo­ser, heute in tra­gen­der Funk­tion bei den “Stree­tAn­gel” — bei der Lager­ver­wal­tung, der Ver­tei­lung der Essen und vie­len ande­ren Arbei­ten. Er und Sabi gin­gen einst in die glei­che Grund­schul­klasse. Ein gro­ßes Ver­trauen ver­bin­det die Beiden.

 

 

 

"Unmenschlichkeit beginnt mit Worten" - Transparent zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938
“Unmensch­lich­keit beginnt mit Wor­ten” — Trans­pa­rent zum Geden­ken an die Reichs­po­grom­nacht 1938

 

Gedenktafel der Frankfurter Festhalle in Erinnerung an die 3.000 Juden, die im November 1938 dort festgealten und misshandelt wurden.
Gedenk­ta­fel der Frank­fur­ter Fest­halle in Erin­ne­rung an die 3.000 Juden, die im Novem­ber 1938 dort fest­ge­al­ten und miss­han­delt wurden.

 

 

Mit ihrem Tod wird Mahsa Amini im Herbst zum Symbol für einen breiten Frauenwiderstand und Massenproteste in ganz Iran. Die brutale Gewalt, die sie erfuhr, will man/frau nun nicht mehr hinnehmen. Es kommt zu den längsten Protesten gegen das Regime im Iran seit 1979. Den Bericht lesen Sie hier.
Mit ihrem Tod wird Mahsa Amini im Herbst zum Sym­bol für einen brei­ten Frau­en­wi­der­stand und Mas­sen­pro­teste in ganz Iran. Den Bericht lesen Sie hier.

 

Joshua Wong and Nathan Law vor dem Hongkonger Gerichtsgebäude 2015. Den Beitrag über Hongkong finden Sie jetzt hier
Jos­hua Wong and Nathan Law vor dem Hong­kon­ger Gerichts­ge­bäude 2015. Den Bei­trag über Hong­kong fin­den Sie jetzt hier.

 

Pakistanische Schüler*innen in Rabwah (Chenab Nagar). Unseren Bericht über Pakistan lesen Sie jetzt hier.
Pakis­ta­ni­sche Schüler*innen in Rab­wah (Chenab Nagar). Unse­ren Bericht über Pakis­tan lesen Sie jetzt hier.

 

Der Workshop findet im Rahmen des Frankfurter Kinderbüros "Stadt der Kinder". Wir bedanken uns sehr herzlich für für ihre ideelle und fananzielle Unterstützung.
Der Work­shop fin­det im Rah­men des Frank­fur­ter Kin­der­bü­ros “Stadt der Kin­der”. Wir bedan­ken uns sehr herz­lich für für ihre ide­elle und fanan­zi­elle Unterstützung.

 

Deniz Ohde (geb. 1988 in Frankfurt) erhielt für ihren 2020 erschienenen Roman "Streulicht" den "aspekte" Literaturpreis. Das Buch wurde 2023 ausgewählt für die Aktionswoche "Frankfurt liest ein Buch."
Deniz Ohde (geb. 1988 in Frank­furt) erhielt für ihren 2020 erschie­ne­nen Roman “Streu­licht” den “aspekte” Lite­ra­tur­preis. Das Buch wurde 2023 aus­ge­wählt für die Akti­ons­wo­che “Frank­furt liest ein Buch.”

 

Barbara Englert (geb. 1960 in Frankfurt) ist Regisseurin, Schauspielerin und Autorin. In mehreren Projekten erarbeitete sie sehr erfolgreich mit sog. Bildungsfernen Jugendlichen klassische Theaterstücke.
Bar­bara Eng­lert (geb. 1960 in Frank­furt) ist Regis­seu­rin, Schau­spie­le­rin und Auto­rin. In meh­re­ren Pro­jek­ten erar­bei­tete sie sehr erfolg­reich mit sog. Bil­dungs­fer­nen Jugend­li­chen klas­si­sche Theaterstücke.

 

Nina Grünfeld, Autorin des Buches. Sie lebt in Oslo, ist Filmregisseurin und Professorin an der Fachhochschule.
Nina Grün­feld, Auto­rin des Buches. Sie lebt in Oslo, ist Film­re­gis­seu­rin und Pro­fes­so­rin an der Fachhochschule.

 

Berthold Grünfeld, Fridas Sohn und Ninas Vater. Er besaß kein Foto von seiner Mutter, erinnerte sich nur sehr schemenhaft an ihr Aussehen. Er wusste nichts von ihrer KZ-Haft, vermutete, dass sie als Jüdin ermordet wurde. Doch er wusste nichts.
Bert­hold Grün­feld, Fri­das Sohn und Ninas Vater. Er besaß kein Foto von sei­ner Mut­ter, erin­nerte sich nur sehr sche­men­haft an ihr Aus­se­hen. Er wusste nichts von ihrer KZ-Haft, ver­mu­tete, dass sie als Jüdin ermor­det wurde. Doch er wusste nichts.

 

Unterschrift von Frida Grünfeld; ihren Vornamen hat sie selbst ins Tschechische übertragen. Erst nach jahrelangem Suchen fand Nina diese authentische Spur ihrer Großmutter in einem Polizeiprotokoll. Eine Reproduktion davon befindet sich heute neben der Eingangstüre des Horváth-Zentrums.
Unter­schrift von Frida Grün­feld; ihren Vor­na­men hat sie selbst ins Tsche­chi­sche über­tra­gen. Erst nach jah­re­lan­gem Suchen fand Nina diese authen­ti­sche Spur ihrer Groß­mut­ter in einem Poli­zei­pro­to­koll. Eine Repro­duk­tion davon befin­det sich heute neben der Ein­gangs­türe des Horváth-Zentrums.

 

Startseite des "World University Service", abergerufen 2. August 2022
Start­seite des “World Uni­ver­sity Ser­vice”, aber­ge­ru­fen 2. August 2022

 

“Die Taliban müssen die Rechte von Frauen anerkennen” und “Gleichheit für Männer und Frauen führt zur Entwicklung von Afghanistan” und rechts “Brot, Arbeit, Freiheit, politische Beteiligung” steht auf den Plakaten dieser afghanischen Frauen. Mutig demonstrieren sie in Kabul , Oktober 2021.
“Die Tali­ban müs­sen die Rechte von Frauen aner­ken­nen” und “Gleich­heit für Män­ner und Frauen führt zur Ent­wick­lung von Afgha­nis­tan” und rechts “Brot, Arbeit, Frei­heit, poli­ti­sche Betei­li­gung” steht auf den Pla­ka­ten die­ser afgha­ni­schen Frauen. Mutig demons­trie­ren sie in Kabul , Okto­ber 2021.

 

Márta Radnai,1946
Márta Radnai,1946

 

Postkarte von Kolozs­vár (rumän. Cluj dtsch. Klau­senburg), 1940/41
Post­karte von Kolozs­vár (rumän. Cluj), 1940/41

 

Links (mit Türmen): die neologe (reformerische) Synagoge von Cluj.
Links (mit Tür­men): die neo­loge (refor­me­ri­sche) Syn­agoge von Cluj. Die­ser Gemeinde gehörte auch Márta an.

 

Hexenverbrennung in Derenburg am Harz. Illustration aus Flugblatt, Nürnberg, 1555.
Hexen­ver­bren­nung in Deren­burg am Harz. Illus­tra­tion aus Flug­blatt, Nürn­berg, 1555.

 

Peter Gbiorczyk: Zauberglaube und Hexenprozesse in der Grafschaft Hanau-Münzenberg im 16. und 17. Jahrhundert, Düren 2021
Peter Gbi­orczyk: Zau­ber­glaube und Hexen­pro­zesse in der Graf­schaft Hanau-Münzenberg im 16. und 17. Jahr­hun­dert, Düren 2021

 

Malak, 10 Jahre alt, während eines Kinderfestes im Kinderhaus Griesheim, 1. Juni 2022.
Malak, 10 Jahre alt, wäh­rend eines Kin­der­fes­tes im Kin­der­haus Gries­heim, 1. Juni 2022.

 

Sara, 9 Jahre alt, Schülerin der dritten Klasse der Boehle Schule in Griesheim.
Sara, 9 Jahre alt, Schü­le­rin der drit­ten Klasse der Boehle Schule in Griesheim.

 

Hiba während eines Tanzes beim Kinderfest im Kinderhaus Griesheim, 1. Juni 2022.
Hiba wäh­rend eines Tan­zes beim Kin­der­fest im Kin­der­haus Gries­heim, 1. Juni 2022.

 

Katrin Himmler beginnt ihre Präsentation "Rassismus ohne Rassen" (Ethnopluralismus).
Kat­rin Himm­ler beginnt ihre Prä­sen­ta­tion “Ras­sis­mus ohne Ras­sen” (Ethnopluralismus).

 

Unser Horváth Zentrum, der Ort der Veranstaltung.
Unser Hor­váth Zen­trum, der Ort der Veranstaltung.

 

"Himmler privat - Briefe eines Massenmörders" von Katrin Himmler und Michael Wildt, 2016.
“Himm­ler pri­vat — Briefe eines Mas­sen­mör­ders” von Kat­rin Himm­ler und Michael Wildt, 2016.

 

Protest an der Universität Kalkutta gegen das neue Staatsbürgerschaftsgesetz. U.a. der Deutschlandfunk berichtet dazu im Jan. 2020.
Pro­test an der Uni­ver­si­tät Kal­kutta gegen das neue Staats­bür­ger­schafts­ge­setz. Zu unse­rem Bericht über die Mei­nungs­frei­heit in Indien kom­men Sie hier.

 

Zum Bericht über die russ. NGO klicken Sie hier.
Zum Bericht über die russ. NGO kli­cken Sie hier.

 

Ägyptische Journalist*innen protestieren in Kairo nach Verhaftungen und Razzia, Mai 2016. zum Beitrag kommen Sie hier.
Ägyp­ti­sche Journalist*innen pro­tes­tie­ren in Kairo nach Ver­haf­tun­gen und Raz­zia, Mai 2016. Zum Bei­trag kom­men Sie hier.

 

Heinrich Heine (1797-1856), Gemälde von Moritz David Oppenheim, 1831.  Berühmt ist sein Zitat: "Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen." Heine formulierte dies im frühen 19. Jh. in Bezug auf die Verbrennung des Koran und anderer arabischer Schriften in Spanien.
Hein­rich Heine (1797–1856), Gemälde von Moritz David Oppen­heim, 1831. Berühmt ist sein Zitat: “Das war ein Vor­spiel nur. Dort wo man Bücher ver­brennt, ver­brennt man auch am Ende Men­schen.” Heine for­mu­lierte dies im frü­hen 19. Jh. in Bezug auf die Ver­bren­nung des Koran und ande­rer ara­bi­scher Schrif­ten in Spanien.

 

Die 12-jährige Trude wurde in Sobi­bor ermor­det. Ihr gehörte die Puppe.

 

Ein nie­der­län­di­scher Juden­stern auf den Glei­sen, die in der Aus­stel­lung zum Asche­hü­gel von Sobi­bor führen.

 

Eva Sze­pesi wäh­rend ihrer Lesung am 27. Januar im Hor­váth Zen­trum. Als 12 jäh­rige wurde sie in Ausch­witz befreit.

 

Sal­men Gra­dow­ski war im KZ Auschwitz-Birkenau Mit­glied des Son­der­kom­man­dos. Er schrieb über die Arbeit, die er in den Gas­kam­mern und Kre­ma­to­rien leis­ten musste.

 

Mit einem Last­wa­gen wur­den 34 junge Frauen der KZ Außen­stelle Wall­dorf Anfang Okto­ber 1944 abtrans­por­tiert und erschos­sen. Namens­kar­ten mit bio­gra­fi­schen Details erin­nern zwi­schen den alten Back­stei­nen des Lagers an jede Ein­zelne von ihnen.

 

Agnes Bühel war 18 Jahre alt, als sie in Wall­dorf inhaf­tiert war.

 

Ihre Schwes­ter Rózsi war damals eben­falls hier inhaf­tiert. Beide gin­gen nach der Befrei­ung zurück in ihre Hei­mat­stadt Budapest.

 

Fin­ger­ab­druck von Frida Grün­feld. Sie wurde kurz vor der Befrei­ung des KZ Ravens­brück getö­tet. Von ihr exis­tiert kein Foto — nur die­ser Fin­ger­ab­druck. Ihre Enke­lin fand ihn nach 15-jähriger Suche in einem Archiv.

 

Unser ers­ter Bei­trag am 3. Mai war ein Por­trät über Can Dündar.  Den Bei­trag lesen Sie hier.

 

Unser Bei­trag am 4. Mai war ein Por­trät über Meşale Tolu Çorlu.Den Bei­trag lesen Sie hier.

 

Unser Bei­trag am 5. Mai war ein Por­trät über Sedig­heh Vas­maghi Den Bei­trag lesen Sie hier.

 

Vol­taire mit dem berühm­ten, ihn cha­rak­te­ri­sie­ren­den Zitat: „Er löste von den Augen der Völ­ker die Bande des Irr­tums.” Die per­sön­li­chen State­ments fin­den Sie hier.

 

Die Jour­na­lis­tin Kate­rina And­re­jewa wurde von einem Minsker Gericht zu zwei Jah­ren Straf­la­ger ver­ur­teilt. Ange­klagt wurde sie, weil sie zusam­men mit ihrer Kol­le­gin Darja Tschul­sowa eine oppo­si­tio­nelle Demons­tra­tion gedreht und per Livestream über­tra­gen hatte.

 

Die jüd. Volks­hoch­schule Frank­furt bie­tet Hebrä­isch– und Jiddisch-Sprachkurse an, Semi­nare über jüd. Reli­gi­ons­phi­lo­so­phie, Koch– und Tanz­kurse sowie zahl­rei­che Aus­flüge und online-Gespräche.

 

Der Frank­fur­ter Leh­rer Roberto Fabian lei­tet die jüd. Volks­hoch­schule und mode­riert auch die hier ange­kün­dig­ten online-Gespräche.

 

TuS Mak­kabi ist einer der größ­ten Sport­ver­eine Frank­furts mit über 2.000 akti­ven jüdi­schen und nicht­jü­di­schen Mit­glie­dern in 25 Abteilungen.

 

Diese aus unse­rer Sicht exzel­lente Home­page benannt zahl­rei­che kon­krete Bei­spiele, wie man auf anti­se­mi­ti­sche Äuße­run­gen im All­tag rea­gie­ren kann. Erar­bei­tet wurde sie von der ZEIT-Stiftung Ebe­lin und Gerd Bucerius in Koope­ra­tion mit vie­len ande­ren Organisationen.

 

Die 1988 in Frank­furt gegrün­dete jüdi­sche Volks­hoch­schule hat ihren Sitz im jüdi­schen Gemein­de­zen­trum. Ihre Ange­bote rich­ten sich an alle, die Inter­esse an jüdi­schem Leben, Kul­tur, Reli­gion und Phi­lo­so­phie haben.

 

Mel­den Sie Hass-Kommentare, die Sie im Inter­net Fin­den. Die Horváth-Stiftung unter­stützt die­ses Pro­gramm des Hess. Innen­mi­nis­te­ri­ums und eini­ger NGOs. Funk­tio­niert schnell und ein­fach — Das Mel­de­for­mu­lar fin­den Sie hier. Grund­sätz­li­ches zu die­sem Pro­gramm in die­sem Clip oder auch hier

 

Ver­an­stal­ter ist die Margit-Horváth-Stiftung in Koope­ra­tion mit:

 

… in Koope­ra­tion mit der Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­stelle Süd­hes­sen (adi­net) und deren enga­gier­ter Mit­ar­bei­te­rin Anja Ostrowski.

 

Daniel Neu­mann ist Rechts­an­walt. Seit 2006 ist er Direk­tor des Lan­des­ver­ban­des der Jüdi­schen Gemein­den in Hes­sen und seit 2017 auch Vor­sit­zen­der der Jüdi­schen Gemeinde Darm­stadt. Daniel Neu­mann gehört zahl­rei­chen Gre­mien an: So ist er z.B. Rich­ter des Schieds­ge­richts beim Zen­tral­rat der Juden in Deutsch­land. In Hes­sen ist er u.a. Mit­glied des Rund­funk­ra­tes des Hes­si­schen Rundfunks.

 

 

 

Bern­hard Brehl  (1941 — 2020)
“Er war eine beein­dru­ckende Per­sön­lich­keit,” beschreibt ihn die Jour­na­lis­tin Ursula Friedrich.

 

B. Brehl spricht vor dem Abschieds­es­sen mit ehem. Inhaf­tier­ten der KZ-Außenstelle Wall­dorf und deren Ange­hö­ri­gen, 2014

 

 

“Der Opti­mis­mus bleibt ver­hal­ten.“
Aus: Freitags-Anzeiger vom 26. Sept. 2019

 

“Eine Abschie­bung ist unver­ant­wort­lich.“
Aus: Frank­fur­ter Neue Presse vom 24. Sept. 2019

 

Poli­tik­wis­sen­schaft­ler und Rechts­ex­tre­mis­mus­ex­perte Fabian Jellonnek

Wir über­las­sen der Neuen Rech­ten weder die öffent­li­chen Räume noch den öffent­li­chen Dis­kurs” — ein zen­tra­ler Slo­gan der Orga­ni­sa­tion “Achtsegel”.

Logo der Orga­ni­sa­tion “Acht­se­gel”, die vor allem Stra­te­gien gegen Hate-speech und rechts­po­pu­lis­ti­sche Pro­pa­ganda im Netz entwickeln.

 

Die Auto­bio­gra­phie des Obdach­lo­sen Richard Brox wurde zum Bestseller.

 

Gün­ter Wall­raff (li.) bit­tet Richard Brox um Insider-Informationen zu den unge­schrie­be­nen Regeln in der Szene der Obdachlosen.

 

Obdach­lo­ser in einer Not­un­ter­kunft in Düsseldorf.

 

Obdach­lo­sen­un­ter­kunft in Hannover.

 

Elea­nor Roo­se­velt, Akti­vis­tin und enga­gierte Mit­ver­fas­se­rin der Men­schen­rechts­er­klä­rung. Am 10. Dez. 1948 ver­kün­dete sie in Paris, dass die Men­schen­rechts­er­klä­rung ange­nom­men sei und diese nun “für Mil­lio­nen von Men­schen Hilfe, Weg­wei­ser und Inspi­ra­tion sein würde.”

 

Arti­kel 1 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Menschenrechte

 

 

 

Claus Leg­ge­wie

 

 

 

Lea Anthes bei den Vor­be­rei­tun­gen des Besuchs im Horváth-Zentrum.

 

Ein­ge­la­den zu die­sem Besuch waren unse­rer­seits Men­schen, mit denen wir in den letz­ten Jah­ren inten­siv er zusammen“wirkten.”

 

Cor­ne­lia Rüh­lig skiz­ziert kurz die Bio­gra­phien ein­zel­ner ehem. Inhaf­tier­ter des Wall­dor­fer Lagers und ver­weist dabei u.a. auch auf die bei­den Fotos von Miriam Hel­ler — im Dezem­ber 1942 ein opti­mis­ti­sches, hüb­sches 15-jähriges Mäd­chen, auf dem Foto 2,5 Jahre spä­ter im Juni 1945 sieht man sie als völ­lig gebro­chene junge Frau.

 

Myriam And­res, Geschichts­leh­re­rin der Ricarda-Huch-Schule Drei­eich, spricht über zahl­rei­che Pro­jekte, die sie mit ihren Schüler*innen bei der Horváth-Stiftung durch­führte — dar­un­ter auch mehr­fach Aus­gra­bungs­ar­bei­ten des nun über­bau­ten Küchen­kel­lers (Horváth-Zentrum).

 

Björn Ham­bur­ger, Geschichts­leh­rer und Ober­stu­fen­lei­ter der Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden-Walldorf, betont die beson­dere Bedeu­tung, die die­ser his­to­ri­sche Ort für seine Schule und seine Schüler*innen besitzt. Diese Wir­kung könne mit kei­nem Lehr­buch und in kei­nem Schul­zim­mer erreicht werden.

 

Anisa Dön­mez spricht über das inter­na­tio­nale Radio­pro­jekt, an dem sie teil­nahm: Jugend­kul­tur in Teheran.

 

 

 

 

 

Es war mutig von der 15-jährigen Schü­le­rin aus uito, dass sie bei die­ser Ver­an­stal­tung spon­tan ihre Grund­hal­tung öffent­lich for­mu­lierte. Dies war ihr aber — trotz der eige­nen Scheu — ein gro­ßes Anliegen.

 

 

 

 

 

Gleich­zei­tig wurde die Tafel 14 am alten Stand­ort wie­der neu auf­ge­stellt.
Beschrie­ben wird auf die­ser Tafel, wie zer­stört viele der jun­gen KZ-Häftlinge am Ende des Krie­ges, am Tage der Befrei­ung waren. “Ich meine, wir waren im Inne­ren wie tot …” sagt die damals 16-jährige Szi­dó­nia Rosenberg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Junge Tehe­ra­ne­rin­nen in Jeans und mit Hijab, 2017.

 

Straße in Tehe­ran mit Blick auf die schnee­be­deck­ten Berge.

 

Junge Leute in Tehe­rans Stra­ßen, 2017.

 

Tehe­ra­ner Musi­ke­rin­nen wäh­rend eines Auf­tritts, das Del­win Ensemble.

 

Stra­ßen­szene in Teheran.