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25. September 2016: Feierliche Einweihung des neuen Historischen Lernortes

Namen und Fotos
Die Archi­tek­tur des neuen Gebäu­des erin­nert an die Arbeit, die die jun­gen Men­schen im Laufe der letz­ten Jahre leis­te­ten. Sie haben den Wald­bo­den, der die Spu­ren der Geschichte ver­de­cken sollte, wie­der ange­ho­ben. Das schräge Dach wird wie ein Wald­bo­den bepflanzt werden.

Die Eröff­nung des neuen Gebäu­des fand an einem wun­der­schö­nen Herbst­tag statt. Ca. 500 Men­schen waren gekom­men, um an der fei­er­li­chen Zere­mo­nie teil­zu­neh­men. Ange­hö­rige der Über­le­ben­den des Wall­dor­fer Lagers waren aus Israel, den USA und aus Deutsch­land gekom­men; ebenso zahl­rei­che junge Men­schen, die die Kel­ler­räume der ehe­ma­li­gen KZ Außen­stelle mit aus­ge­gra­ben hat­ten. Heu­tige Ober­stu­fen­schü­le­rin­nen und –schü­ler hat­ten sich inten­siv auf die­sen Tag vor­be­rei­tet. Es kamen Ver­tre­ter unse­rer Haupt­spon­so­ren, es kamen Holo­caust­über­le­bende der Rhein-Main-Region und es kamen viel Ein­woh­ner von Mörfelden-Walldorf, von Frank­furt und vie­ler umlie­gen­der Städte und Gemein­den. Das große Inter­esse war über­wäl­ti­gend. Die Margit-Horváth-Stiftung dankt Allen, die zum Gelin­gen die­ses Wer­kes beige­tra­gen haben.

Zur Einstimmung spielt die Gruppe "Klezmers Techter."
Zur Ein­stim­mung spielt die Gruppe “Klez­mers Techter.”
Freigelegte Kellerräume, in denen die KZ Häftlinge 1944 geprügelt wurden.
Frei­ge­legte Kel­ler­räume, in denen die KZ Häft­linge 1944 geprü­gelt wurden.

Das Gebäude ist ein neuer his­to­ri­scher Lern­ort für die Region. Die frei­ge­leg­ten Kel­ler­räume, die nun ein­ge­haust sind, sind ein Ort der Mah­nung und des Gedenkens.

Die Zwi­schen­de­cke, die teil­weise dar­über ein­ge­zo­gen wurde, bie­tet Raum für die zukünf­tige Arbeit mit jun­gen Men­schen. Das über­ge­ord­nete Thema die­ser Semi­nare wird stets lau­ten: “Wie kann es pas­sie­ren, dass eine Mehr­heits­ge­sell­schaft eine Min­der­heit dis­kri­mi­niert, aus­grenzt und ver­folgt?” Neben der Geschichte des Natio­nal­so­zia­lis­mus sol­len stets auch Bei­spiele aus der Gegen­wart the­ma­ti­siert und ana­ly­siert wer­den. Und dabei stellt sich letzt­lich immer wie­der die Frage nach unse­rer gesell­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung heute.

Schüler der Ricarda-Huch-Schule Dreieich stellen Szenen zur Geschichte der KZ Außenstelle Walldorf.
Schü­ler der Ricarda-Huch-Schule Drei­eich stel­len Sze­nen zur Geschichte der KZ Außen­stelle Walldorf.
Staatsminister Axel Wintermeyer spricht als Repräsentant der Flughafenstiftung und des Landes Hessen im Dialog mit Kevin Peters, Enkel einer Überlebenden des Walldorfer Lagers. Kevin beteiligte sich 2009 drei Wochen an den Ausgabungsarbeiten der Kellerräume.
Staats­mi­nis­ter Axel Win­ter­meyer spricht als Reprä­sen­tant der Flug­ha­fen­stif­tung und des Lan­des Hes­sen im Dia­log mit Kevin Peters, Enkel einer Über­le­ben­den des Wall­dor­fer Lagers. Kevin betei­ligte sich 2009 drei Wochen an den Aus­ga­bungs­ar­bei­ten der Kellerräume.
Mike Josef, Baudezernent und Repräsentant der Stadt Frankfurt, und Martina Janssen, 2005 eine der Teamerinnen des ersten International work and study camps der MH-Stiftung.
Mike Josef, Bau­de­zer­nent und Reprä­sen­tant der Stadt Frank­furt, und Mar­tina Jans­sen, 2005 eine der Tea­me­rin­nen des ers­ten Inter­na­tio­nal work and study camps der MH-Stiftung.
Michael Müller, Vorstandsmitglied der Fraport AG, im Gespräch mit Tal Segev, Enkelin einer Überlebenden des Walldorfer Lagers. Tal nahm 2005 am dreiwöchigen Internationa work and study camp teil (cw).
Michael Mül­ler, Vor­stands­mit­glied der Fra­port AG, im Gespräch mit Tal Segev, Enke­lin einer Über­le­ben­den des Wall­dor­fer Lagers. Tal nahm 2005 am drei­wö­chi­gen Inter­na­tiona work and study camp teil (cw).
Heinz-Peter Becker, Bürgermeister der Stadt Mörfelden-Walldorf, im Gespräch mit Ulrike Holler, Moderatorin stellverretende Kuratoriumsvositzende der MH-Stiftung.
Heinz-Peter Becker, Bür­ger­meis­ter der Stadt Mörfelden-Walldorf, im Gespräch mit Ulrike Hol­ler, Mode­ra­to­rin stell­ver­re­tende Kura­to­ri­ums­vo­sitzende der MH-Stiftung.
Dominik, der 2009 an einem international work and study camp teilnahm, im Gespräch mit einigen Einwohnern aus Mörfelden-Walldorf, die das Bauprojekt besonders gefördert und unterstützt haben. Sie stehen stellvertretend für die breite Unterstützung der Bevölkerung.
Domi­nik, der 2009 an einem inter­na­tio­nal work and study camp teil­nahm, im Gespräch mit eini­gen Ein­woh­nern aus Mörfelden-Walldorf, die das Bau­pro­jekt beson­ders geför­dert und unter­stützt haben. Sie ste­hen stell­ver­tre­tend für die breite Unter­stüt­zung der Bevölkerung.
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Mar­git Hor­váth (geb. Rácz) ist die Namens­ge­be­rin unse­rer Stif­tung. Sie steht stell­ver­tre­tend für die 1.700  ungarisch-jüdischen Mäd­chen und jun­gen Frauen, die 1944 in die­sem Lager inhaf­tiert waren. Indem sie dem städ­ti­schen Museum ihr Ent­schä­di­gungs­geld für die erlit­tene KZ Haft anbot, gab sie bzw. ihr Sohn den Impuls zur Grün­dung der Stiftung.
Dargestellt wird das Prügeln im Keller
Die Ober­stu­fen­schü­le­rin­nen zei­gen eine Szene, über die viele der Über­le­ben­den des Wall­dor­fer Lagers spra­chen. Immer wie­der wur­den sie im Kel­ler geprü­gelt — z.T. vom Lager­füh­rer, z.T. ord­nete er an, dass eine Inhaf­tierte die andere schla­gen musste.
Caludia Battistella im Gespräch mit Gavriel Dotan.
Clau­dia Bat­ti­stella nahm zwei­mal an den inter­na­tio­na­len work and study camps und damit an den Aus­gra­bungs­ar­bei­ten der Kel­ler­räume teil. Hier ist sie im Gespräch mit Gavriel Dotan. Seine Groß­mut­ter hatte der Lager­füh­rer zwin­gen wol­len, andere zu prü­geln. Auch Gavri­els Mut­ter, Vera Dotan, war als klei­nes 13-jähriges Mäd­chen im Wall­dor­fer Lager inhaftiert.
Bill Lowy, Sohn der Überlebenden Szidi Rosenberg, im Gespräch mit Karen Lockeyer, Teilnehmerin des dreiwöchigen internationalen Camps 2009.
Bill Lowy, Sohn der Über­le­ben­den Szidi Rosen­berg, im Gespräch mit Karen Lockeyer, Teil­neh­me­rin des drei­wö­chi­gen inter­na­tio­na­len Camps 2009.
Mira Segev, Tochter der Überlebenden Goldi Mermelstein, im Gespräch mit dem Walldorfer Martin Kessel, mehrfach Teilnehmer von Bürgerausgrabungen im Keller der KZ Außenstelle.
Mira Segev, Toch­ter der Über­le­ben­den Goldi Mer­mel­stein, im Gespräch mit dem Wall­dor­fer Mar­tin Kes­sel, mehr­fach Teil­neh­mer von Bür­ger­aus­gra­bun­gen im Kel­ler der KZ Außenstelle.
Heinrich Wagner, der Architekt des neuen Gebäudes. Wir danken ihm von ganzem Herzen für die wunderbare Zusammenarbeit voller Menschlichkeit und Inspiration.
Hein­rich Wag­ner, der Archi­tekt des neuen Gebäu­des. Wir dan­ken ihm von gan­zem Her­zen für die wun­der­bare Zusam­men­ar­beit vol­ler Mensch­lich­keit und Inspiration.
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Die Frank­fur­ter Rab­bi­ne­rin Elsa Kla­pheck spricht das Toten­ge­bet. Zwi­schen 40 und 50 unga­ri­sche Jüdin­nen star­ben wäh­rend ihrer KZ-Haft in Walldorf.

Die gesamte Zer­mo­nie zur Ein­wei­hung des­neuen Gebäu­des wurde von Marina Pempe, einer frü­he­ren Pro­jekt­teil­neh­me­rin, gefilmt und auf youtube hochgeladen.

Oberstufenschüler der International Strothoff School, des Lichtenberg Gymaniums DA, der Ricarda-Huch-Schule Dreieich, der Bertha-von-Suttner-Schule Mö-Wa und der Lichtenberg-Schule O.-Ramstadt boten allen Besuchern der Veranstaltung Steine an, auf die sie jeweils den Namen und das geburtsdatum einer der ehemaligen Inhaftierten schreiben konnten.
Ober­stu­fen­schü­ler der Inter­na­tio­nal Strot­hoff School, des Lich­ten­berg Gyma­ni­ums DA, der Ricarda-Huch-Schule Drei­eich, der Bertha-von-Suttner-Schule Mö-Wa und der Lichtenberg-Schule O.-Ramstadt boten allen Besu­chern der Ver­an­stal­tung Steine an, auf die sie jeweils den Namen und das geburts­da­tum einer der ehe­ma­li­gen Inhaf­tier­ten schrei­ben konnten.
Die freigelegten Kellerräume sind nun eingehaust und damit auf Dauer geschützt.
Die frei­ge­leg­ten Kel­ler­räume sind nun ein­ge­haust und damit auf Dauer geschützt.

Impres­sio­nen von Klára Strompf von der Ein­wei­hung und den letz­ten Vor­be­rei­tun­gen in den bei­den Tagen zuvor sehen Sie hier.

Viele Gäste hatten eine Blume mitgebracht und legten sie im Keller zusammen mit dem selbst beschrfteten Stein nieder. Diesen Stein beschriftete Tal Segev, die Enkelin von Zahava ("Goldi) Mermelstein, die als 15-jähriges Mädchen im Walldorfer Lager inhaftiert war. Tal hat 2005 - im Rahmen des damaligen International work and study camps - diesen Herdring selbst ausgegraben.
Viele Gäste hat­ten eine Blume mit­ge­bracht und leg­ten sie im Kel­ler zusam­men mit dem selbst beschrf­te­ten Stein nie­der. Tal Segev beschrif­tete die­sen Stein für ihre Groß­mut­ter, die als 15-jähriges Mäd­chen in dem Wall­dor­fer Lager inhaf­tiert war. Tal und ihre Schwes­ter Liat haben drei Wochen an den Aus­gra­bungs­ar­bei­ten der Kel­ler­räume teil­ge­nom­men; dabei fand sie u.a. die­sen Herdring.

Frühmorgens am 7. Juli 2016: Aus Ideen wird Wirklichkeit

Der Bau des neuen his­to­ri­schen Lern­or­tes nimmt nun erst­mals kon­krete und glei­cher­ma­ßen ein­drucks­volle For­men an.

Der Großtransporter mit Teilen des Stahlfachwerkes. Das Einbiegen in die kleine Nordendstraße ist Millimeterabeit. Der Anhäger kann separat von Hand gesteuert werden.
Der Groß­trans­por­ter mit Tei­len des Stahl­fach­wer­kes. Das Ein­bie­gen in die kleine Nor­dend­straße ist Mil­li­me­ter­abeit. Der Anhä­ger kann sepa­rat von Hand gesteu­ert werden.
Die Auflagefläche des Stahltransporters liegt über dem Zaun an der Gedenkstätte und übder den Tafeln des Histoischen Lehrpfades. Alles war langfristig geplant und durchdacht.
Die Auf­la­ge­flä­che des Stahl­trans­por­ters liegt über dem Zaun an der Gedenk­stätte und übder den Tafeln des His­toi­schen Lehr­pfa­des. Alles war lang­fris­tig geplant und durchdacht.

 

Im Herbst 2015 konn­ten wir mit ers­ten vor­be­rei­ten­den Bau­ar­bei­ten begin­nen: das Strom­ka­bel wurde ver­legt, der Strom­kas­ten gesetzt, die Was­ser­tanks unter die Erde gelegt, die Fun­da­mente für den Con­tai­ner (Tech­nik­raum, Toi­lette) gesetzt…

Und im Früh­jahr 2016 ging es rich­tig los: Pla­nier­ar­bei­ten rund um die Aus­gra­bungs­stelle, aus­bag­gern der brei­ten Fun­da­ment­grä­ben, anle­gen der brei­ten Fundamente.

Gleich­zei­tig wurde in Hanau bei der Fa. Stahl­bau Ebert das große Stahl­fach­werk fer­tig pro­du­ziert und mit einem nächt­li­chen Groß­trans­port über die Auto­bahn nach Wall­dorf gebracht.

Ankunfts­zeit früh fünf Uhr.

Einige, die per­sön­lich beson­ders mit der KZ Außen­stelle, den Aus­gra­bun­gen und dem Bau ver­bun­den sind, und auch Pres­se­ver­tre­ter waren gekom­men, um dies mit­zu­er­le­ben: Unsere Ideen und Pla­nun­gen beka­men nun eine kon­krete Form!

Ein gro­ßer Dank an alle, die daran mit­ge­wirkt haben.

Riesige Betonfundamente sind rings um die Ausgrabungsstelle gelegt. Darin soll das Stahlfachwerk montiert werden. Die hsitorische Bausubstanz des hemaligen Küchenkellers bleibt weitgehend unberührt.
Rie­sige Beton­fun­da­mente sind rings um die Aus­gra­bungs­stelle gelegt. Darin soll das Stahl­fach­werk mon­tiert wer­den. Die hsi­to­ri­sche Bau­sub­stanz des hema­li­gen Küchen­kel­lers bleibt weit­ge­hend unberührt.
Das Stahlfachwerk für die Südfront des neuen Gebäudes wird von eiem großen mobilen Kran vom Transport gehoben und vorsichtig  zur Baustelle geschwenkt.
Das Stahl­fach­werk für die Süd­front des neuen Gebäu­des wird durch einen gro­ßen mobi­len Kran vom Trans­por­ter geho­ben und vor­sich­tig zur Bau­stelle geschwenkt.

 

Das Einschwenken des Stahlgerüstes der Südfassade.
Das Ein­schwen­ken des Stahl­ge­rüs­tes der Südfassade.
Der untere Teil der Träger war vor dem Transport abgetrennt worden, da der Transportumfang der einzelnen Teilen sonst zu groß gewesen wäre. Dies wird nun als erstes wieder vor Ort angeschweißt.
Der untere Teil der Trä­ger war vor dem Trans­port abge­trennt wor­den, da der Trans­port­um­fang der ein­zel­nen Tei­len sonst zu groß gewe­sen wäre. Die­ser wird nun als ers­tes wie­der vor Ort angeschweißt.

Klara Strompf, ehe­mals eine per­sön­li­che Freun­din von Mar­git Hor­váth, seit 1996 an den Recher­chen zur Auf­ar­bei­tung der KZ Außen­stelle Wall­dorf inten­siv betei­ligt, war an die­sem beson­de­ren Mor­gen natür­lich auch vor Ort. aus ihren Auf­nah­men hat sie noch am glei­chen Tag Dias-Shows bzw. Videos zusam­men­ge­stellt. Nie­mand von uns hätte am unse­rer Recher­chen gedacht, dass es jemals zu den Ereig­nis­sen die­ses Tages kom­men würde. Wir waren fas­sungs­los — auch wenn wir alle Pläne hun­dert­mal durch­dacht und dis­ku­tiert hat­ten. Nun wurde dar­aus Realität …

Zur Ent­wick­lung des Baues siehe hier: weiterlesen…

Spendenverdoppelung dank der Bethe-Stiftung

Zur wei­te­ren Finan­zie­rung unse­res gro­ßen Bau­pro­jek­tes — Ein­hau­sung der frei­ge­leg­ten Kel­ler­räume der KZ Außen­stelle Wall­dorf – sagt uns die die Bethe-Stiftung im Som­mer 2015 eine „Spen­den­ver­dop­pe­lungs­ak­tion“ zu. D. h. Spen­den, die wir inner­halb eines Zeit­rau­mes von drei Mona­ten akqui­rie­ren, wer­den ver­dop­pelt. Aus 100.- € wer­den somit im Hand­um­dre­hen 200.- €. Wir fin­den diese Idee des Ehe­paa­res Bethe wun­der­bar und dan­ken für Ihre Zusage. Sie wol­len damit das Eige­n­en­ga­ge­ment anre­gen. Und das geschah auch in der Tat bei uns. Viele, viele Ver­an­stal­tungs­ideen wur­den rasch ent­wi­ckelt, Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger aktiv mit ein­be­zo­gen, aus­wär­tige Fach­leute gebe­ten, Vor­träge zu hal­ten, sich für ein Podi­ums­ge­spräch zur Ver­fü­gung zu stel­len, ein eige­nes neues Buch vor­zu­stel­len… Wir dan­ken Allen, die sich daran aktiv mit eige­nem Enga­ge­ment betei­lig­ten und wir dan­ken ebenso allen Spen­dern. Einen Über­blick über die vie­len ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen fin­den Sie hier … wei­ter­le­sen…

1996 gründete das Kölner Ehepaar Roswitha und Erich Bethe diese Stiftung. Durch ihre Spendenverdoppelung möchte sie einen Anreiz setzen zu weiterem eigenen zivilgesellschaftlichem Engagement.
1996 grün­dete das Köl­ner Ehe­paar Ros­wi­tha und Erich Bethe diese Stif­tung. Durch ihre Spen­den­ver­dop­pe­lung möchte sie einen Anreiz set­zen zu wei­te­rem eige­nen zivil­ge­sell­schaft­li­chem Engagement.

Vortrag und Podiumsgespräch zur Pegida im Rhein-Main-Gebiet

Plakat Pegida A5

 

Michael Weiss , Mit­ar­bei­ter des Anti­fa­schis­ti­schen Pres­se­ar­chiv und Bilungs­zen­trum (Ber­lin),  wird im Rah­men der Ver­an­stal­tung einige der unter­schied­li­chen The­men­kom­plexe, mit denen Pegida auf­tritt, bei­spiel­haft zei­gen und fall­weise ana­ly­sie­ren. Er kri­ti­siert, dass die Bewe­gung in der Medi­en­be­richt­er­stat­tung oft zu schnell auf den Aspekt der Islam­feind­lich­keit ein­ge­engt wird.

Wir haben Michael Weiss gebe­ten, bei sei­nen Aus­füh­run­gen beson­ders auf die regio­na­len Zusam­men­hänge der Pegida-Bewegung ein­zu­ge­hen. Wel­che Zusam­men­ar­beit besteht hier zwi­schen unter­schied­li­chen Grup­pie­run­gen? Wel­che Per­so­nen prä­gen die „Fra­gida“ im Rhein-Main-Gebiet?

Die Margit-Horváth-Stiftung hat den Auf­ruf zur Kund­ge­bung auf dem Frank­fur­ter Römer­berg am 26. Januar 2015 mit unter­zeich­net („Frei­heit, Gleich­heit, Geschwis­ter­lich­keit“). Wir freuen uns, dass nun Michael Weiss, ein lang­jäh­ri­ger Ken­ner der rech­ten Szene im Rhein-Main-Gebiet, bereit ist, einen ein­lei­ten­den Vor­trag mit Videobei­spie­len zu hal­ten — anschlie­ßend: Dis­kus­sion und Podiumsgespräch.

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Erster Spatenstich für das neue Gebäude und 70 Jahre KZ-Außenstelle

Ein Netz mit vielen Rosen lag zunächst über der Ausgrabungsstelle des Kellers der ehemaligen Küchenbaracke. In diesen räumen waren viele der 1.700 jungen ungarischen Jüdinnen 1944 grauenvoll geprügelt worden. SchülerInnen und StudentInnen haben diesen Keller im Laufe der letzten zehn Jahre nach und nach freigelegt.
Ein Netz mit wun­der­schö­nen Rosen lag zunächst über der Aus­gra­bungs­stelle des Kel­lers der ehe­ma­li­gen Küchen­ba­ra­cke. In die­sen Räu­men waren viele der 1.700 jun­gen unga­ri­schen Jüdin­nen 1944 grau­en­voll geprü­gelt wor­den. Schü­le­rIn­nen und Stu­den­tIn­nen leg­ten die­sen Kel­ler in den letz­ten zehn Jah­ren im Rah­men grö­ße­rer Pro­jekte unse­rer Stif­tung nach und nach frei.

 

Ende Novem­ber 1944, vor genau 70 Jah­ren, wurde die KZ-Außenstelle Wall­dorf auf­ge­löst und die damals dort inhaf­tier­ten 1.700 ungarisch-jüdischen Mäd­chen und Frauen ins KZ Ravens­brück depor­tiert. Grau­en­vol­les hat­ten die jun­gen Frauen hier erfah­ren müs­sen; ca. 40–50 von ihnen über­leb­ten das Wall­dor­fer Lager nicht.

Aus die­sem Anlass führte die Margit-Horváth-Stiftung am 23. Novem­ber 2014 eine wür­dige Gedenk­ver­an­stal­tung durch. Gleich­zei­tig voll­zo­gen wir gemein­sam den ers­ten sym­bo­li­schen Spa­ten­stich für ein Gebäude, das nun im ehe­ma­li­gen Lager­ge­lände errich­tet wer­den soll. Geplant ist es als Schutz für die durch Schü­ler und Stu­den­ten frei­ge­leg­ten Kel­ler­räume, in denen die inhaf­tier­ten Frauen 1944 fürch­ter­lich geschla­gen wor­den waren; zum ande­ren soll dort ein neuer Stu­di­en­ort für junge Men­schen geschaf­fen wer­den, an dem, aus­ge­hend von der NS-Zeit auch wei­ter­ge­hende, his­to­ri­sche und aktu­elle Fra­gen der Ver­let­zung von Men­schen­rech­ten the­ma­ti­siert wer­den sollen.

Die Enke­lin einer ehe­ma­li­gen Inhaf­tier­ten des Wall­dor­fer Lagers sprach Worte der dank­ba­ren und lie­be­vol­len Erin­ne­rung an ihre Oma, die hier im Lager so Grau­en­vol­les hatte erle­ben müssen.
Die Enke­lin einer ehe­ma­li­gen Inhaf­tier­ten des Wall­dor­fer Lagers sprach Worte der dank­ba­ren und lie­be­vol­len Erin­ne­rung an ihre Oma, die hier im Lager so Grau­en­vol­les hatte erle­ben müssen.

 

Zahl­rei­che jün­gere und ältere Men­schen hat­ten für die­sen Tag eigene Texte vor­be­rei­tet. Ihr Thema war die Erin­ne­rung an das, was im Lager 1944 geschah, was unser Wis­sen um die Geschichte die­ses Lagers für uns heute bedeu­tet bis hin zu ver­schie­de­nen Aspek­ten der Dis­kri­mi­nie­rung von Min­der­hei­ten heute. Eine 17-jährige Schü­le­rin führte mit ihrer Kla­ri­nette durch die Veranstaltung.

 

Sieben junge Menschen, die alle in besonderer Weise mit der Geschichte der KZ Außenstelle verbunden sind, führten gemeinsam den ersten Spatenstich durch.
Sie­ben junge Men­schen, die alle in beson­de­rer Weise mit der Geschichte der KZ Außen­stelle ver­bun­den sind, führ­ten gemein­sam den ers­ten Spa­ten­stich durch.

 

Vor zehn Jah­ren, im Juli 2004, wurde die Margit-Horváth-Stiftung gegrün­det. Viele Lesun­gen, Semi­nare und zahl­rei­che Aus­gra­bungs­pro­jekte wur­den seit­her mit jun­gen Men­schen durch­ge­führt — z.T. am Sitz der Stif­tung in Mörfelden-Walldorf, z.T. im Aus­land (Paris, New York, Buda­pest, Krakau/Auschwitz). Mit den jun­gen enga­gier­ten Men­schen zusam­men­zu­ar­bei­ten war und ist uns stets eine Freude. Nach zehn Jah­ren Stif­tungs­tä­tig­keit nun bereits den ers­ten Spa­ten­stich für ein eige­nes Gebäude durch­zu­füh­ren, emp­fin­den wir als etwas ganz Besonderes.

Wir dan­ken allen unse­ren För­de­rern — sei es, dass sie uns per­so­nell oder finan­zi­ell unter­stütz­ten. Ganz herz­li­chen Dank!

Dass so viele Men­schen an die­sem Tage — wir schät­zen ca. 400 — zu unse­rer gemein­sa­men Ver­an­stal­tung kamen, war uns eine große Freude und zugleich ein Zei­chen der posi­ti­ven Bestä­ti­gung unse­rer Arbeit.

Diese außer­ge­wöhn­li­che Ver­an­stal­tung wird im Fol­gen­den dokumentiert.

(wei­ter­le­sen…)

Die Einhausung des KZ Küchenkeller Walldorf Das schräg ansteigende Dach soll wieder wie ein Waldboden angelegt werden. Die gläsernen Außenwände lassen weiterhin den Blick frei auf das originale Mauerwerk. Dies wird durch die Einhausung vor weiterer Verwitterung geschützt.
Die Ein­hau­sung des KZ Küchen­kel­lers Wall­dorf
Das schräg anstei­gende Dach soll wie­der wie ein Wald­bo­den ange­legt wer­den. Die glä­ser­nen Außen­wände las­sen wei­ter­hin den Blick frei auf das ori­gi­nale Mau­er­werk. Dies wird durch die Ein­hau­sung vor wei­te­rer Ver­wit­te­rung geschützt.

Die archi­tek­to­ni­sche Grund­idee für die­ses Gebäude ist der wie­der geöff­nete Wald­bo­den. Das schräg anstei­gende Dach sym­bo­li­siert den Wald­bo­den, der einst die Geschichte, die dort geschah, ver­de­cken sollte und nun von jun­gen Men­schen aus vie­len ver­schi­ede­nen Natio­nen wie­der geho­ben wurde. An den glä­ser­nen Außen­flä­chen wer­den Fotos und Zitate ehe­ma­li­ger inhaf­tier­ter Häft­linge gezeigt und ebenso von jun­gen Men­schen, die sich in den letz­ten Jah­ren hier engagierten.

 

Nächste Filmvorführung mit Diskussion am 18. Juni im Kommunalen Kino Walldorf

Im Anschluss an den Film haben Sie die Gelegenheit mit Roma zu sprechen, die im Film porträtiert sind oder die im Förderverein Roma arbeiten.
Im Anschluss an den Film haben Sie die Gele­gen­heit mit Roma zu spre­chen, die im Film por­trä­tiert sind oder die im För­der­ver­ein Roma arbeiten.

Nach dem über­wäl­ti­gen­den Inter­esse an unse­rem kürz­lich fer­tig­ge­stell­ten Film “Roma in Frank­furt” zei­gen wir ihn nun auch in Mörfelden-Walldorf:

Mitt­woch, den 18. Juni 2014, 20.00 Uhr

Kom­mu­na­les Kino Wall­dorf (Kino Lichtblick)

Mör­fel­der Straße 20, 64546 Mörfelden-Walldorf

Kar­ten­re­ser­vie­rung unter: info@margit-horvath.de

Der Film kann auch als DVD bei der Stif­tung unter der o.g. Mail­adresse bestellt wer­den (10.- €)

Ein Film von: Otto Schweit­zer, Ulrike Hol­ler und Cor­ne­lia Rühlig

Zum Film

Roma, die in Frank­furt leben, beschrei­ben in die­sem Film ganz unter­schied­li­che Aspekte des eige­nen All­tags­le­bens: z. B. ihr Auf­wach­sen als Kin­der von KZ-Überlebenden, die in der Nach­kriegs­zeit erneut an den Rand der Gesell­schaft gedrängt wur­den und keine Woh­nung beka­men. Obdach­lose erklä­ren, warum sie aus Rumä­nien nach Frank­furt kom­men und wie sie nun durch Bet­teln oder Bil­ligst­lohn­ar­beit ver­su­chen, ihre Fami­lie zu ernäh­ren. Jugend­li­che, die zeit­weise in ost­eu­ro­päi­schen Län­dern und zeit­weise in Frank­furt auf­wuch­sen, erzäh­len von den Beson­der­hei­ten ihrer Bildungsgeschichte.

Im Fol­gen­den lesen Sie eine Film­re­zen­sion, zudem ein Bericht über die Pre­miere sowie einige Fotos von die­ser Ver­an­stal­tung im Frank­fur­ter Kino “Mal Seh‘n” am 4. Mai 2014.

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Internationaler Holocaust-Gedenktag

Klara Strompf liest aus der Auto­bio­gra­phie von The­rese Mül­ler “Als unga­ri­sche Jüdin im Holo­caust“ Museum Mör­fel­den, 26. Januar 2014
Klara Strompf liest aus der Auto­bio­gra­phie von The­rese Mül­ler “Als unga­ri­sche Jüdin im Holo­caust“
Museum Mör­fel­den, 26. Januar 2014

Die Margit-Horváth-Stiftung erin­nert mit einer Lesung aus der soeben erschie­ne­nen Auto­bio­gra­phie von The­rese Mül­ler an die Zwangs­ar­bei­te­rin­nen im KZ — Außen­la­ger Walldorf:

„Als junge unga­ri­sche Jüdin im Holo­caust — von Jász­be­rény nach Ausch­witz, Wall­dorf, Ravens­brück, Maut­hau­sen, Gunskirchen.“

The­rese Mül­ler war 1944 in der KZ Außen­stelle Wall­dorf inhaftiert.

Der Bericht zur Veranstaltung:

Das ging unter die Haut – wor­über und wie Klara Strompf vor rund 100 Besu­chern im über­füll­ten Museum las. Eine knappe Stunde wurde das Grauen der Nazi-Barbarei noch ein­mal leben­dig, und zwar anhand kon­kre­ter Lebens­er­in­ne­run­gen einer ein­zel­nen Frau und nicht nur durch große anonyme Sta­tis­ti­ken: Alles war unmit­tel­bar nach­voll­zieh­bar, vor allem auch, weil es  sich nicht fernab im Irgendwo, son­dern in der eige­nen Nach­bar­schaft abge­spielt hatte. Das löste nicht zuletzt durch die Kon­kret­heit der Schil­de­run­gen große Betrof­fen­heit bei vie­len Zuhö­rern aus.

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Internationaler Tag der Menschenrechte 2013

Tom Koe­nigs stellt sich den Fra­gen von Ober­stu­fen­schü­lern aus vier ver­schie­de­nen Schu­len. Rat­haus Wall­dorf, 29. Novem­ber 2013
Tom Koe­nigs stellt sich den Fra­gen von Ober­stu­fen­schü­lern aus vier ver­schie­de­nen Schu­len.
Rat­haus Wall­dorf, 29. Novem­ber 2013

 

Aus Anlass des Inter­na­tio­na­len Tages der Men­schen­rechte luden Margit-Horváth-Stiftung und Stadt Mörfelden-Walldorf Tom Koe­nigs zu einem öffent­li­chen Podi­ums­ge­spräch ein.

Ober­stu­fen­schü­le­rIn­nen aus vier ver­schie­de­nen Schu­len stell­ten Herrn Koe­nigs Fra­gen zu his­to­ri­schen und aktu­el­len Aspek­ten der Men­schen­rechte Der Abend war von Schü­lern und Leh­rern über viele Wochen und Monate hin­weg vor­be­rei­tet und unter­ein­an­der abgestimmt.

Die Fra­ge­stel­lun­gen bezo­gen sich auf die Themenfelder:

His­to­ri­sche Ent­wick­lung der Menschenrechte

Tom Koe­nigs Erfah­run­gen in Afgha­nis­tan und seine Sicht auf „die“ Taliban.

Die der­zei­tige Ent­wick­lung  und Aspekte einer welt­po­li­ti­schen Verantwortung.

Die Dis­kri­mi­nie­rung der größ­ten euro­päi­schen Min­der­heit — der Sinti und Roma. Was kön­nen wir dage­gen tun?

Die NSA und Wah­rung der Men­schen­rechte heute.

Wie defi­nierte Tom Koe­nigs poli­ti­sches Han­deln in der 1968er Zeit? Was cha­rak­te­ri­siert dies heute? Wo sind Kon­ti­nui­tä­ten? Wo gibt es Brü­che? Was hat sich ver­än­dert? Was ler­nen wir daraus?

Die Ver­an­stal­tung wurde kon­zi­piert im Hin­blick auf den Jah­res­tag der Unter­zeich­nung der UNO-Menschenrechtserklärung am 10. Dezem­ber 1948.

Eine Doku­men­ta­tion die­ser Ver­an­stal­tung fin­den Sie hier:

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Ehrenamtspreis für die Margit-Horváth-Stiftung

Die Ehrung der Preisträger erfolgte durch Staatssekretär Ingmar Jung und Prof. dr. G. Weiß, Landesamt für Denkmalpflege Hessen
Die Ehrung der Preis­trä­ger erfolgte durch Staats­se­kre­tär Ing­mar Jung und Prof. Dr. G. Weiß, Lan­des­amt für Denk­mal­pflege Hessen

 

Das Lan­des­amt für Denk­mal­pflege Hes­sen hat die­ses Jahr den Preis für her­aus­ra­gen­des ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment zu unse­rer gro­ßen Freude der Margit-Horváth-Stiftung zugesprochen.

Die Preis­ver­lei­hung fin­det am 2. Novem­ber 2013, 11.00 Uhr im Wies­ba­de­ner Schloss (Biebrich) statt.

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Die Margit-Horváth-Stiftung beteiligt sich 2013 mit zahlreichen Beiträgen am „Tag des offenen Denkmal“ — Thema: Das unbequeme Denkmal

Das dies­jäh­rige Thema des Tages des offe­nen Denk­mals — “Das unbe­queme Denk­mal” — war für die Margit-Horváth-Stiftung ideal, um sich aktiv daran zu beteiligen.

Bei der Auf­takt­ver­an­stal­tung im Wies­ba­de­ner Schloss (Biebrich) hielt Cor­ne­lia Rüh­lig, Vor­stand der Margit-Horváth-Stiftung, einen Vor­trag über unsere Per­spek­tive auf die­sen Begriff und Bei­spiele der Stiftungsarbeit.

Ent­stan­den ist die Stif­tung durch eine inten­sive Form der Auf­ar­bei­tung der Geschichte der KZ Außen­stelle Wall­dorf (nahe Frank­furt a.M.).

Die KZ Außen­stelle Wall­dorf ist ein Ort der NS-Täter; es ist ein Ort des Todes und des unend­li­chen Leides.

Die KZ Außen­stelle Wall­dorf ist aber zugleich ein Ort der akti­ven Aus­ein­an­der­set­zung mit der Geschichte, mit der eige­nen Bio­gra­phie, mit dem Ver­hält­nis zur eige­nen Hei­mat. Es ist ein Ort des kon­ti­nu­ier­li­chen Enga­ge­ments jun­ger Menschen.

Der Zei­tungs­ar­ti­kel rechts in der grauen Leiste gibt einen ers­ten Ein­blick von unse­rer Hal­tung zum Thema “Das unbe­queme Denkmal”

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“Der Opti­mis­mus bleibt ver­hal­ten.“
Aus: Freitags-Anzeiger vom 26. Sept. 2019
“Eine Abschie­bung ist unver­ant­wort­lich.“
Aus: Frank­fur­ter Neue Presse vom 24. Sept. 2019

 

Poli­tik­wis­sen­schaft­ler und Rechts­ex­tre­mis­mus­ex­perte Fabian Jellonnek

Wir über­las­sen der Neuen Rech­ten weder die öffent­li­chen Räume noch den öffent­li­chen Dis­kurs” — ein zen­tra­ler Slo­gan der Orga­ni­sa­tion “Achtsegel”.

Logo der Orga­ni­sa­tion “Acht­se­gel”, die vor allem Stra­te­gien gegen Hate-speech und rechts­po­pu­lis­ti­sche Pro­pa­ganda im Netz entwickeln.

 

Die Auto­bio­gra­phie des Obdach­lo­sen Richard Brox wurde zum Bestseller.
Gün­ter Wall­raff (li.) bit­tet Richard Brox um Insider-Informationen zu den unge­schrie­be­nen Regeln in der Szene der Obdachlosen.
Obdach­lo­ser in einer Not­un­ter­kunft in Düsseldorf.
Obdach­lo­sen­un­ter­kunft in Hannover.

 

Elea­nor Roo­se­velt, Akti­vis­tin und enga­gierte Mit­ver­fas­se­rin der Men­schen­rechts­er­klä­rung. Am 10. Dez. 1948 ver­kün­dete sie in Paris, dass die Men­schen­rechts­er­klä­rung ange­nom­men sei und diese nun “für Mil­lio­nen von Men­schen Hilfe, Weg­wei­ser und Inspi­ra­tion sein würde.”

 

Arti­kel 1 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Menschenrechte

 

 

 

Claus Leg­ge­wie

 

 

 

Lea Anthes bei den Vor­be­rei­tun­gen des Besuchs im Horváth-Zentrum.
Ein­ge­la­den zu die­sem Besuch waren unse­rer­seits Men­schen, mit denen wir in den letz­ten Jah­ren inten­siv er zusammen“wirkten.”
Cor­ne­lia Rüh­lig skiz­ziert kurz die Bio­gra­phien ein­zel­ner ehem. Inhaf­tier­ter des Wall­dor­fer Lagers und ver­weist dabei u.a. auch auf die bei­den Fotos von Miriam Hel­ler — im Dezem­ber 1942 ein opti­mis­ti­sches, hüb­sches 15-jähriges Mäd­chen, auf dem Foto 2,5 Jahre spä­ter im Juni 1945 sieht man sie als völ­lig gebro­chene junge Frau.
Myriam And­res, Geschichts­leh­re­rin der Ricarda-Huch-Schule Drei­eich, spricht über zahl­rei­che Pro­jekte, die sie mit ihren Schüler*innen bei der Horváth-Stiftung durch­führte — dar­un­ter auch mehr­fach Aus­gra­bungs­ar­bei­ten des nun über­bau­ten Küchen­kel­lers (Horváth-Zentrum).
Björn Ham­bur­ger, Geschichts­leh­rer und Ober­stu­fen­lei­ter der Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden-Walldorf, betont die beson­dere Bedeu­tung, die die­ser his­to­ri­sche Ort für seine Schule und seine Schüler*innen besitzt. Diese Wir­kung könne mit kei­nem Lehr­buch und in kei­nem Schul­zim­mer erreicht werden.

 

Anisa Dön­mez spricht über das inter­na­tio­nale Radio­pro­jekt, an dem sie teil­nahm: Jugend­kul­tur in Teheran.

 

 

 

 

 

Es war mutig von der 15-jährigen Schü­le­rin aus uito, dass sie bei die­ser Ver­an­stal­tung spon­tan ihre Grund­hal­tung öffent­lich for­mu­lierte. Dies war ihr aber — trotz der eige­nen Scheu — ein gro­ßes Anliegen.

 

 

 

 

 

Gleich­zei­tig wurde die Tafel 14 am alten Stand­ort wie­der neu auf­ge­stellt.
Beschrie­ben wird auf die­ser Tafel, wie zer­stört viele der jun­gen KZ-Häftlinge am Ende des Krie­ges, am Tage der Befrei­ung waren. “Ich meine, wir waren im Inne­ren wie tot …” sagt die damals 16-jährige Szi­dó­nia Rosenberg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Spiel beginnt: Daja: „Er ist es! Nathan! — Gott sei ewig Dank, dass Ihr doch end­lich ein­mal wie­der­kommt.“ Nathan: „Ja, Daja …Doch warum end­lich? Hab ich denn eher wie­der­kom­men wol­len? Und wie­der­kom­men können? …“

Im Sult­ans­pa­last rezi­tie­ren sie die “Ring­pa­ra­bel”. Nathan der Weise sagt darin: „Hat von Euch jeder sei­nen Ring von sei­nem Vater: So glaube jeder sicher sei­nen Ring den ech­ten… Dass er euch alle drei geliebt, und gleich geliebt: indem er zwei nicht drü­cken mögen, um einen zu begüns­ti­gen. — Wohlan! Es eifre jeder sei­ner unbe­sto­ch­nen von Vor­ur­tei­len freien Liebe nach! Es strebe von euch jeder um die Wette, die Kraft des Steins in sei­nem Ring’ an Tag zu legen! komme die­ser Kraft mit Sanft­mut, mit herz­li­cher Ver­träg­lich­keit, mit Wohl­tun, mit innigs­ter Erge­ben­heit in Gott zu Hilf’!“

 

 
 

 
 

 
 

Margit Horváth mit ihrem Sohn Gábor Juni 2000.
Mar­git Hor­váth mit ihrem Sohn Gábor Juni 2000.

 
 

 

 

 
 

Junge Tehe­ra­ne­rin­nen in Jeans und mit Hijab, 2017.
Straße in Tehe­ran mit Blick auf die schnee­be­deck­ten Berge.
Junge Leute in Tehe­rans Stra­ßen, 2017.
Tehe­ra­ner Musi­ke­rin­nen wäh­rend eines Auf­tritts, das Del­win Ensemble.
Stra­ßen­szene in Teheran.