Zehn Jahrre Horváth-Zentrum — eine Veranstaltung mit Kindern und Enkel*innen ehemliger Inhaftierter und mit jungen Menschen, die einst den Keller ausgegraben haben.

Sonn­tag, 23. August 2026, 15 Uhr

Horváth-Zentrum, Fam.-Jürges-Weg 1

64546 Mörfelden-Walldorf

Die Margit-Horváth-Stiftung eröff­nete vor zehn Jah­ren ihre Gedenk– und Bil­dungs­stätte, das “Horváth-Zentrum”.

Seit­dem fin­den dort kon­ti­nu­ier­lich Ver­an­stal­tun­gen zum Thema NS-Zeit, KZ-Außenstelle Wall­dorf, Rechts­ex­tre­mis­mus und all­ge­meine Fra­gen der Dis­kri­mi­nie­rung von Min­der­hei­ten statt. Zahl­rei­che Halb– und Ganz­tages­se­mi­nare wer­den seit­her für Schul­klas­sen und Ober­stu­fen­kurse durch­ge­führt. Ebenso zahl­rei­che Podi­ums­ge­sprä­che etc…
All dies ist uns Anlass das zehn­jäh­rige Beste­hen die­ses Hau­ses mit einer wür­di­gen Ver­an­stal­tung hervorzuheben.

Kin­der und Enkel ehe­ma­li­ger Inhaf­tier­ter sind aus dem Aus­land eingeladen.

Ebenso junge Men­schen, die einst anreis­ten, um in ihrer Frei­zeit den Kel­ler (jetzt unter dem Zen­trum) frei­zu­le­gen. In die­sem Kel­ler wur­den die 1944 inhaf­tier­ten 1.700 unga­ri­schen Jüdin­nen abends sehr oft geprü­gelt, ver­ein­zelt bis zum Tode.
Bei der Ver­an­stal­tung wer­den unsere Gäste dar­über spre­chen, was die­ser beson­dere Ort für sie heute bedeu­tet, wel­che For­men der Ent­wür­di­gung sie heute in ihren Hei­mat­län­dern wahr­neh­men und wo sie heute Bedro­hun­gen für die Demo­kra­tie sehen.

Schü­le­rin­nen der Ricarda-Huch-Schule zei­gen sze­ni­sche Bil­der bezo­gen auf damals und heute.

Gruß­worte wer­den an die­sem Tag von fol­ge­den Per­sön­lich­kei­ten gespro­chen: Hes­siss­cher Anti­se­mi­tis­mus­be­auf­trag­ter, Vor­stand der Fra­port AG, Stadt Frank­furt, Land­rat des Krei­ses Groß-Gerau sowie der Bür­ger­meis­ter von Mörfelden-Walldorf. Wir dan­ken die­sen Insti­tu­tio­nen für ihre kon­ti­nu­ier­li­che Unter­stüt­zung unse­rer Arbeit und nun auch spe­zi­ell die­ser Veranstaltung.

Die Frank­fur­ter Musik­schule wird mit the­ma­tisch aus­ge­wähl­ten Melo­dien die Ver­an­stal­tung durchziehen.

Die Ver­an­stal­tung ist als eine Art Col­lage ange­legt: Bei­träge unse­rer Gäste, dazwi­schen Gruß­worte und Musik.

Bei extre­mem Wet­ter — wonach es der­zeit glück­li­cher­weise nicht aus­sieht — haben wir freund­li­cher­weise die Mög­lich­keit, die Ver­an­stal­tung in der direk­ten Nach­bar­schaft, im Peace Cul­ture Cen­ter der Soka Gak­kai, Farm­straße 121, duchzuführen.